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	    	<title>Buchwussels Märchenwelt - DesignBlog</title>
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	    	<description>Buchwussels Märchenwelt ist ein Blog für kleine und große Kinder.</description>
	    	<dc:publisher>Celine Rosenkind</dc:publisher>
	    	<dc:creator>Celine Rosenkind</dc:creator>
	    	<dc:date>2012-05-02T14:04:41+01:00</dc:date>
	    	<dc:language>de</dc:language>
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    			<title>Ambrosius der Maikaeferkoenig</title> 
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    			<description><![CDATA[<br /><div style="text-align: center;"><img src="/images/kunde/gedichte/diverses001.gif" /><br /><br /><br />Maikäferkönig Augustinus der Zweite,<br />knabberte genüsslich am Birkenblatt.<br />Er träumte von einem Maikäferweibe<br />denn er hatte das Alleinsein so satt !<br /><br />Nur wer nicht sucht, kann nicht finden, <br />diese alte Weisheit war ihm bekannt.<br />So klappt es nicht mit Familie gründen,<br />drum beschloss er zu reisen durchs Land.<br /> <br />Die Kunde verbreitete sich in Windeseile,<br />so erfuhr es auch Julia vom Birkenhain.<br />Diese lebte verwitwet schon eine Weile,<br />fühlte sich einsam und schrecklich allein.<br /><br />Hirschkäfer Ambrosius klug kombinierte,<br />diese beiden  waren füreinander gedacht.<br />Mann müsste sorgen dass etwas passierte,<br />flugs hat er sich dann auf den Weg gemacht.<br /><br />Er lotste Ambrosius den Ahnungslosen,<br />zu Julias  Schlösschen am Birkenhain.<br />Nun sind sie zusammen, lieben und kosen,<br />und keiner von beiden ist mehr allein.<br /><br />Auf Kinder mussten sie nicht lange warten,<br />der erste Familienausflug steht vor der Tür.<br />Du siehst sie bestimmt in Wiese und Garten,<br />wenn du einen siehst, sag ihm Grüße von mir.<br /><br />© Celine Rosenkind<br /><br /><img src="/images/kunde/smilies/celinesunterschrift_klein.gif" /><br /></div>

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    			<content:encoded><![CDATA[<br /><div style="text-align: center;"><img src="/images/kunde/gedichte/diverses001.gif" /><br /><br /><br />Maikäferkönig Augustinus der Zweite,<br />knabberte genüsslich am Birkenblatt.<br />Er träumte von einem Maikäferweibe<br />denn er hatte das Alleinsein so satt !<br /><br />Nur wer nicht sucht, kann nicht finden, <br />diese alte Weisheit war ihm bekannt.<br />So klappt es nicht mit Familie gründen,<br />drum beschloss er zu reisen durchs Land.<br /> <br />Die Kunde verbreitete sich in Windeseile,<br />so erfuhr es auch Julia vom Birkenhain.<br />Diese lebte verwitwet schon eine Weile,<br />fühlte sich einsam und schrecklich allein.<br /><br />Hirschkäfer Ambrosius klug kombinierte,<br />diese beiden  waren füreinander gedacht.<br />Mann müsste sorgen dass etwas passierte,<br />flugs hat er sich dann auf den Weg gemacht.<br /><br />Er lotste Ambrosius den Ahnungslosen,<br />zu Julias  Schlösschen am Birkenhain.<br />Nun sind sie zusammen, lieben und kosen,<br />und keiner von beiden ist mehr allein.<br /><br />Auf Kinder mussten sie nicht lange warten,<br />der erste Familienausflug steht vor der Tür.<br />Du siehst sie bestimmt in Wiese und Garten,<br />wenn du einen siehst, sag ihm Grüße von mir.<br /><br />© Celine Rosenkind<br /><br /><img src="/images/kunde/smilies/celinesunterschrift_klein.gif" /><br /></div>

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    			<dc:publisher>Celine Rosenkind</dc:publisher>
    			<dc:creator>Celine Rosenkind</dc:creator>
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    			<dc:rights>Copyright &#169; 2012 Celine Rosenkind</dc:rights>
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			<item rdf:about="http://www.buchwussels-maerchenwelt.de/index.php?id=31">
    			<title>Himmelsschluessel</title> 
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    			<description><![CDATA[<div style="text-align: center; font-weight: bold;"><img src="/images/kunde/Geschichte_Maerchen/blumenmaedchen004.gif" /><br /><br /><br /><br />Himmelsschlüssel<br />ein Märchen von Manfred Kyber<br /></div><br />Es war einmal ein großer und gewaltiger König, der herrschte über viele Länder. Alle Schätze der Erde gehörten ihm und er trieb sein tägliches Spiel mit den Edelsteinen von Ophir (gemeint ist das sagenhafte Goldland König Salomons) und den Rosen von Damaskus. Abe eines fehlte ihm bei all seinem großen Reichtum: das waren die Schlüssel zu den Toren des Himmels.<br /><br />Er hatte tausend Sendboten ausgesandt, die Schlüssel des Himmels zu suchen, aber keiner konnte sie ihm bringen. Er hatte viele weise Männer gefragt, die an seinen Hof kamen, wo die Schlüssel des Himmels zu finden wären, aber sie hatten keine Antwort gewusst. Nur einer, ein Mann aus Indien mit seltsamen Augen, der hatte die Edelsteine von Ophir und die Rosen von Damaskus, mit denen der König spielte, lächelnd bei Seite gelegt und ihm gesagt: alle Schätze der Erde könne man geschenkt erhalten, aber die Schlüssel des Himmels müsse ein jeder selber suchen.<br /><br />Da beschloss der König, die Himmelsschlüssel zu finden, koste was es wolle. Nun war es in einer Zeit, zu der die Menschen noch sahen, wo der Himmel auf die Erde herab reichte und alle noch den hohen Berg kannten, auf dessen Gipfel die Tore des Himmels gebaut sind. Der König ließ sein Hofgesind zu Hause und stieg den steilen Berg hinauf, bis er an die Tore des Himmels gekommen war. Vor den Toren, um deren Zinnen das Sonnenlicht flutete, stand der Engel Gabriel, der Hüter von Gottes ewigem Garten.<br /><br />»Glorwürdiger«, sagte der König, »ich habe alle Schätze der Erde, viele Länder sind mir untertan und ich spiele mit den Edelsteinen von Ophir und den Rosen von Damaskus. Aber ich habe keine Ruhe, ehe ich nicht auch die Schlüssel zum Himmel habe. Denn wie sollten sich sonst einmal seine goldenen Tore für mich öffnen?« – »Das ist richtig«, sagte der Engel Gabriel, »ohne die Himmelsschlüssel kannst du die Tore des Himmels nicht öffnen und wenn du auch alle Künste und Schätze der Erde hättest. Aber die Himmelsschlüssel sind ja so leicht zu finden. Sie blühen in lauter kleinen Blumen, wenn es Frühling ist, auf der Erde – und in den Seelen aller Geschöpfe.«<br /><br />»Wie?«, fragte der König erstaunt, »Brauche ich weiter nichts zu tun, als jene kleine Blume zu pflücken? Die Wiesen und Wälder stehen ja voll davon und man tritt darauf auf all seinen Wegen.« – »Es ist wahr, dass die Menschen die vielen Himmelsschlüssel mit Füßen treten«, sagte der Engel, »aber so leicht wie du es dir denkst, ist es doch nicht gemeint. Es müssen drei Himmelsschlüssel sein, die dir die Toren des Himmels aufschließen. Und alle drei sind nur dann richtige Himmelsschlüssel, wenn sie zu deinen Füßen und für dich aufgeblüht sind. Die vielen tausend anderen Himmelsschlüssel, die auf der Erde stehen, sollen die Menschen nur daran erinnern, die richtigen Himmelsschlüssel zum Aufblühen zu bringen – und das sind die Blumen, die alle Menschen mit Füßen treten.«<br /><br />In dem Augenblick kam ein Kind vor die Tore des Himmels, das hielt drei kleine Himmelsschlüssel in der Hand und die Blumen blühten und leuchteten in der Hand des Kindes. Als nun das Kind die Tore des Himmels mit den drei Himmelsschlüsseln berührte, da öffneten sich die Tore weit vor ihm und der Engel Gabriel führte es in den Himmel hinein. Die Tore aber schlossen sich wieder und der König blieb allein vor den geschlossenen Toren stehen. Da ging er nachdenklich den Berg hinunter auf die Erde zurück – und überall standen Wiesen und Wälder voll der schönsten Himmelsschlüssel. Der König hütete sich wohl sie zu treten, aber keine der Blumen blühte zu seinen Füßen auf.<br /><br />»Sollte ich die richtigen Himmelsschlüssel nicht finden«, fragte sich der König, »wo ein Kind sie gefunden hat?« Abe er fand sie nicht und es vergingen viele Jahre.<br /><br />Da ritt er eines Tages mit seinem Hofgesinde aus und ein schmutziges verwahrlostes Mädchen, das weder Vater noch Mutter hatte, bettelte ihn an, als er mit seinem glänzenden Gefolge an ihm vorüber kam. »Mag es weiter betteln!«, sagten die Höflinge und drängten das Kind bei Seite.<br /><br />Der König aber hatte in all den Jahren, seit er von dem steilen Berg gekommen war, viel über die Himmelsschlüssel nachgedacht und trat sie nicht mehr mit Füßen. Er nahm das schmutzige Bettelkind, setzte es zu sich aufs Pferd und brachte es nach Hause. Dort ließ er es speisen und kleiden, er pflegte und schmückte es selbst und setzte ihm eine Krone auf den Kopf.<br /><br />Da blühte zu seinen Füßen ein kleiner goldener Himmelsschlüssel auf. Der König aber ließ die Armen und die Kinder in seinem Reich als seine Brüder erklären.<br /><br />Wieder vergingen Jahre und der König ritt in den Wald mit seinem Hofgesinde. Da erblickte er einen kranken Wolf, der litt und sich nicht regen und helfen konnte. »Lass ihn verenden!«, sagten die Höflinge und stellten sich zwischen ihn und das elende Tier.<br /><br />Der König aber nahm den kranken Wolf und trug ihn auf seinen Armen in seinen Palast. Er pflegte ihn selbst gesund und der Wolf wich nie mehr von ihm. Da blühte ein zweiter goldener Himmelsschlüssel zu des Königs Füßen auf. Der König aber ließ von nun an alle Tiere in seinem Reich als seine Brüder erklären.<br /><br />Wieder vergingen Jahre – aber nun schon nicht mehr eine so lange Zeit, wie sie vor dem ersten Himmelsschlüssel vergangen war – da ging der König in seinem Garten umher und freute sich an alle den seltenen Blumen, die, kunstverständig gehütet und gepflegt, seinen Garten zu einem der herrlichsten in allen Ländern machten.<br /><br />Da erblickte der König eine kleine unschöne Pflanze am Wegrand, die am Verdursten war und die verstaubten Blätter in der sengenden Sonnenglut senkte. »Ich will ihr Wasser bringen«, sagte der König. Doch der Gärtner wehrte es ihm. »Es ist Unkraut«, sagte er, »und ich will es ausreißen und verbrennen. Es passt nicht in den königlichen Garten zu all den herrlichen Blumen.«<br /><br />Der König aber nahm seinen goldenen Helm, füllte ihn mit Wasser und brachte es der Pflanze – und die Pflanze trank und begann wieder zu atmen und zu leben. Da blühte der dritte Himmelsschlüssel zu des Königs Füßen auf und das Bettelmädchen mit der Krone und der Wolf standen dabei. Der König aber sah auf dem steilen Berge die Tore des Himmels weit, weit geöffnet – und im Sonnenlicht, das um die Zinnen flutete, sah er den Engel Gabriel und jenes Kind, das damals schon den Weg zum Himmel gefunden hatte.<br /><br />Die drei Himmelsschlüssel blühen heute noch und sie leuchten heute noch heller und schöner als alle Edelsteine von Ophir und alle Rosen von Damaskus.<br /><br />

]]></description>
    			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: center; font-weight: bold;"><img src="/images/kunde/Geschichte_Maerchen/blumenmaedchen004.gif" /><br /><br /><br /><br />Himmelsschlüssel<br />ein Märchen von Manfred Kyber<br /></div><br />Es war einmal ein großer und gewaltiger König, der herrschte über viele Länder. Alle Schätze der Erde gehörten ihm und er trieb sein tägliches Spiel mit den Edelsteinen von Ophir (gemeint ist das sagenhafte Goldland König Salomons) und den Rosen von Damaskus. Abe eines fehlte ihm bei all seinem großen Reichtum: das waren die Schlüssel zu den Toren des Himmels.<br /><br />Er hatte tausend Sendboten ausgesandt, die Schlüssel des Himmels zu suchen, aber keiner konnte sie ihm bringen. Er hatte viele weise Männer gefragt, die an seinen Hof kamen, wo die Schlüssel des Himmels zu finden wären, aber sie hatten keine Antwort gewusst. Nur einer, ein Mann aus Indien mit seltsamen Augen, der hatte die Edelsteine von Ophir und die Rosen von Damaskus, mit denen der König spielte, lächelnd bei Seite gelegt und ihm gesagt: alle Schätze der Erde könne man geschenkt erhalten, aber die Schlüssel des Himmels müsse ein jeder selber suchen.<br /><br />Da beschloss der König, die Himmelsschlüssel zu finden, koste was es wolle. Nun war es in einer Zeit, zu der die Menschen noch sahen, wo der Himmel auf die Erde herab reichte und alle noch den hohen Berg kannten, auf dessen Gipfel die Tore des Himmels gebaut sind. Der König ließ sein Hofgesind zu Hause und stieg den steilen Berg hinauf, bis er an die Tore des Himmels gekommen war. Vor den Toren, um deren Zinnen das Sonnenlicht flutete, stand der Engel Gabriel, der Hüter von Gottes ewigem Garten.<br /><br />»Glorwürdiger«, sagte der König, »ich habe alle Schätze der Erde, viele Länder sind mir untertan und ich spiele mit den Edelsteinen von Ophir und den Rosen von Damaskus. Aber ich habe keine Ruhe, ehe ich nicht auch die Schlüssel zum Himmel habe. Denn wie sollten sich sonst einmal seine goldenen Tore für mich öffnen?« – »Das ist richtig«, sagte der Engel Gabriel, »ohne die Himmelsschlüssel kannst du die Tore des Himmels nicht öffnen und wenn du auch alle Künste und Schätze der Erde hättest. Aber die Himmelsschlüssel sind ja so leicht zu finden. Sie blühen in lauter kleinen Blumen, wenn es Frühling ist, auf der Erde – und in den Seelen aller Geschöpfe.«<br /><br />»Wie?«, fragte der König erstaunt, »Brauche ich weiter nichts zu tun, als jene kleine Blume zu pflücken? Die Wiesen und Wälder stehen ja voll davon und man tritt darauf auf all seinen Wegen.« – »Es ist wahr, dass die Menschen die vielen Himmelsschlüssel mit Füßen treten«, sagte der Engel, »aber so leicht wie du es dir denkst, ist es doch nicht gemeint. Es müssen drei Himmelsschlüssel sein, die dir die Toren des Himmels aufschließen. Und alle drei sind nur dann richtige Himmelsschlüssel, wenn sie zu deinen Füßen und für dich aufgeblüht sind. Die vielen tausend anderen Himmelsschlüssel, die auf der Erde stehen, sollen die Menschen nur daran erinnern, die richtigen Himmelsschlüssel zum Aufblühen zu bringen – und das sind die Blumen, die alle Menschen mit Füßen treten.«<br /><br />In dem Augenblick kam ein Kind vor die Tore des Himmels, das hielt drei kleine Himmelsschlüssel in der Hand und die Blumen blühten und leuchteten in der Hand des Kindes. Als nun das Kind die Tore des Himmels mit den drei Himmelsschlüsseln berührte, da öffneten sich die Tore weit vor ihm und der Engel Gabriel führte es in den Himmel hinein. Die Tore aber schlossen sich wieder und der König blieb allein vor den geschlossenen Toren stehen. Da ging er nachdenklich den Berg hinunter auf die Erde zurück – und überall standen Wiesen und Wälder voll der schönsten Himmelsschlüssel. Der König hütete sich wohl sie zu treten, aber keine der Blumen blühte zu seinen Füßen auf.<br /><br />»Sollte ich die richtigen Himmelsschlüssel nicht finden«, fragte sich der König, »wo ein Kind sie gefunden hat?« Abe er fand sie nicht und es vergingen viele Jahre.<br /><br />Da ritt er eines Tages mit seinem Hofgesinde aus und ein schmutziges verwahrlostes Mädchen, das weder Vater noch Mutter hatte, bettelte ihn an, als er mit seinem glänzenden Gefolge an ihm vorüber kam. »Mag es weiter betteln!«, sagten die Höflinge und drängten das Kind bei Seite.<br /><br />Der König aber hatte in all den Jahren, seit er von dem steilen Berg gekommen war, viel über die Himmelsschlüssel nachgedacht und trat sie nicht mehr mit Füßen. Er nahm das schmutzige Bettelkind, setzte es zu sich aufs Pferd und brachte es nach Hause. Dort ließ er es speisen und kleiden, er pflegte und schmückte es selbst und setzte ihm eine Krone auf den Kopf.<br /><br />Da blühte zu seinen Füßen ein kleiner goldener Himmelsschlüssel auf. Der König aber ließ die Armen und die Kinder in seinem Reich als seine Brüder erklären.<br /><br />Wieder vergingen Jahre und der König ritt in den Wald mit seinem Hofgesinde. Da erblickte er einen kranken Wolf, der litt und sich nicht regen und helfen konnte. »Lass ihn verenden!«, sagten die Höflinge und stellten sich zwischen ihn und das elende Tier.<br /><br />Der König aber nahm den kranken Wolf und trug ihn auf seinen Armen in seinen Palast. Er pflegte ihn selbst gesund und der Wolf wich nie mehr von ihm. Da blühte ein zweiter goldener Himmelsschlüssel zu des Königs Füßen auf. Der König aber ließ von nun an alle Tiere in seinem Reich als seine Brüder erklären.<br /><br />Wieder vergingen Jahre – aber nun schon nicht mehr eine so lange Zeit, wie sie vor dem ersten Himmelsschlüssel vergangen war – da ging der König in seinem Garten umher und freute sich an alle den seltenen Blumen, die, kunstverständig gehütet und gepflegt, seinen Garten zu einem der herrlichsten in allen Ländern machten.<br /><br />Da erblickte der König eine kleine unschöne Pflanze am Wegrand, die am Verdursten war und die verstaubten Blätter in der sengenden Sonnenglut senkte. »Ich will ihr Wasser bringen«, sagte der König. Doch der Gärtner wehrte es ihm. »Es ist Unkraut«, sagte er, »und ich will es ausreißen und verbrennen. Es passt nicht in den königlichen Garten zu all den herrlichen Blumen.«<br /><br />Der König aber nahm seinen goldenen Helm, füllte ihn mit Wasser und brachte es der Pflanze – und die Pflanze trank und begann wieder zu atmen und zu leben. Da blühte der dritte Himmelsschlüssel zu des Königs Füßen auf und das Bettelmädchen mit der Krone und der Wolf standen dabei. Der König aber sah auf dem steilen Berge die Tore des Himmels weit, weit geöffnet – und im Sonnenlicht, das um die Zinnen flutete, sah er den Engel Gabriel und jenes Kind, das damals schon den Weg zum Himmel gefunden hatte.<br /><br />Die drei Himmelsschlüssel blühen heute noch und sie leuchten heute noch heller und schöner als alle Edelsteine von Ophir und alle Rosen von Damaskus.<br /><br />

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    			<dc:publisher>Celine Rosenkind</dc:publisher>
    			<dc:creator>Celine Rosenkind</dc:creator>
    			<dc:subject>Märchen von Manfred Kyber</dc:subject>
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    			<title>Ein Maimaerchen</title> 
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    			<description><![CDATA[
<div style="text-align: center;"><img src="/images/kunde/Geschichte_Maerchen/feen019.gif" /><br /><br /><div style="text-align: left;"><div style="text-align: center;"><span style="font-weight: bold;">Ein Maimärchen</span><br />von Manfred Kyber<br /></div><br />Es war einmal ein Maikäfer, der war wie alle Maikäfer im Mai auf die Welt gekommen – und die Sonne hatte dazu geschienen, so hell und so goldlicht, wie sie nur einmal im Jahre scheint, wenn die Maikäfer auf die Welt kommen. Dem Maikäfer aber war's einerlei. »Das Sonnengold kann man nicht fressen«, sagte er sich, »also was geht's mich an.« Dann zählte er seine Beine, erst links und dann rechts und addierte sie zusammen.<br /><br />Das schien ihn befriedigt zu haben, und nun überlegte er, ob er einen Versuch machen solle, sich fortzubewegen, oder ob das zu anstrengend wäre. Er dachte drei Stunden darüber nach, dann zählte er noch einmal seine Beine und fing an, sich langsam vorwärts zu schieben, möglichst langsam natürlich, um sich nicht zu überanstrengen. Bequemlichkeit war ihm die Hauptsache!<br /><br />Da stieß er plötzlich an was Weiches, an etwas, was so weich war, dass er sich's unbedingt ansehen musste. Es lag im Grase und sah aus wie eine schwarze Samtweste, hatte vier kleine Schaufeln und keine Augen. Den Maikäfer, der noch keinen Maulwurf gesehen hatte, interessierte das fabelhaft, er überzählte noch schnell einmal seine Beine und dann ging's mit wütendem Eifer mitten in die schwarze Samtweste hinein. Der Maulwurf fuhr empört auf. »Sind Sie verrückt?«, schrie er den Maikäfer an. »So eine Rücksichtslosigkeit!« Der Maikäfer lachte. Es war zu komisch, wie sich die Samtweste aufregte.<br /><br />»Wissen Sie«, sagte er vorlaut, »wenn man aus nichts weiter besteht, als aus einer Samtweste und vier kleinen Schaufeln und auch keine Augen hat, soll man lieber ruhig sein.« – »Reden Sie nicht so blödes Zeug«, kreischte der Maulwurf, atemlos vor Wut. »Sie sind ein ganz verrohtes Subjekt!« Und damit kroch er in die Erde, der Maikäfer aber setzte angenehm angeregt und erheitert seinen Weg fort. Schließlich, als es Abend wurde, kam er an einen Teich, da saß ein großer alter Frosch auf einem Stein, ganz grün und ganz feucht, der las beim Mondlicht die Zeitung, das »Allgemeine Sumpfblatt«.<br /><br />Den frechen Maikäfer reizte der breite Rücken des vertieften Lesers und er kitzelte ihn ganz leise und boshaft mit den Fühlhörnern. Der Frosch fuhr mit seinen langen Fingern herum und kratzte sich, ohne von der Zeitung aufzusehen, denn das »Allgemeine Sumpfblatt« ist sehr lehrreich und sehr schön geschrieben – und dabei lässt man sich nicht gerne stören. Aber der Maikäfer kitzelte beharrlich weiter, bis der Frosch sich schließlich geärgert umdrehte und den Störenfried vorwurfsvoll betrachtete. Da er aber alle Tage das »Allgemeine Sumpfblatt« las und also sehr gebildet war, so erkannte er in dem respektlosen Wesen sofort einen Maikäfer.<br /><br />»Heut ist der erste Mai«, sagte er ruhig, »es steht in der Zeitung, da kommen diese merkwürdigen Geschöpfe. Dagegen lässt sich nichts machen.« Und dann las er weiter und kratzte sich geduldig, wenn ihn der Käfer kitzelte. Der arme Frosch hätte sich noch lange kratzen müssen, wenn der Maikäfer nicht plötzlich was gehört hätte, was ihm noch übers Kitzeln ging; es klang, als ob's mit vielen feinen Stimmchen singt, und das war ein Elfenreigen: viele kleine Elfchen in weißen Hemdchen und mit goldenen Krone im goldenen Haar hatten sich bei den Händen gefasst und schlangen den Ringelreih'n und sangen dazu. Der Frosch sah gar nicht hin, das stand ja alles im »Allgemeinen Sumpfblatt« unter »Lokales«, aber der Maikäfer kannte so was nicht und kroch, so schnell er konnte, um sich das Seltsame zu betrachten, was so seltsam mit vielen feinen Stimmchen sang.<br /><br />Die Elfen flohen entsetzt auseinander, nur eine blieb stehen und sah sich den komischen Gesellen an. »Du hast ja sechs Beine!«, rief sie, »Du bist gewiss ein verwunschener Prinz – und ich warte schon so lange auf einen, um ihm mein Krönlein zu schenken.« Der Maikäfer sah auf seine sechs Beine, bewegte verlegen die Fühlhörner und sagte nichts. »Es ist ganz gewiss ein verwunschener Prinz«, dachte das Elfchen, »er hat doch sechs Beine und sagt nichts!« Und dann fragte es ihn: »Willst du mich heiraten?« Der Maikäfer verstand nur, dass er gefragt wurde, ob er was wolle, und da sagte er: »Fressen will ich«, und legte sich auf den Rücken. »Er muss sehr stark verwunschen sein!«, dachte das Elfchen und gab ihm zu essen, lauter schöne Sachen, wie man sie nur im Elfenreich hat.<br /><br />Als er satt war, setzte sich das Elfchen neben ihn und beschloss, geduldig zu warten, bis sich der verwunschene Prinz entpuppt. Und als die Glockenblumen Mitternacht läuteten, da dachte das Elfchen, jetzt müsste es sein, und wollte ihm sein Krönlein schenken. Aber der Maikäfer hörte weder die blauen Glockenblumen noch sah er das goldene Krönlein, er lag auf dem Rücken und schlief. Das war so schrecklich langweilig – und so ging's alle Tage und Nächte weiter, er fraß grässlich viel; und wenn die Glockenblumen läuteten, schlief er ein. Und das arme Elfchen wartete und wartete.<br /><br />Da, eines Nachts, geschah etwas Wunderbares: Der Maikäfer rührte sich, streckte seine sechs Beine, bewegte die Fühlhörner und bekam plötzlich Flügel. »Jetzt entpuppt sich der verwunschene Prinz«, dachte das Elfchen und freute sich furchtbar. Und grad wie es sich so furchtbar freute – flog der Maikäfer davon und zerbrach noch dabei mit seinen plumpen Beinen das goldene Krönlein, dass es in tausend Scherben ging. Die Elfenkrönlein sind ja so zerbrechlich!<br /><br />Da saß nun das arme Elfchen und hatte keinen verwunschenen Prinzen bekommen und hatte auch kein Krönlein mehr, es ihm zu schenken. Und so stützte es das Gesichtchen in die Hände und weinte bitterlich. Das klang so traurig, dass der Frosch vom »Allgemeinen Sumpfblatt« aufsah und sich das Elfchen mitleidig betrachtete. »Ja, ja«, sagte er seufzend, »heute ist der letzte Mai, es steht in der Zeitung, da gehen diese merkwürdigen Geschöpfe wieder. Dagegen lässt sich nichts machen.« Und dann schlug er nachdenklich eine Seite um – das Umblättern ist für einen Frosch sehr leicht, weil er so feuchte Finger hat – und las weiter.<br /><br />Auch der Maulwurf kam aus der Erde heraus und sagte: »Es war ein ganz verrohtes Subjekt!« In Wirklichkeit aber war der Maikäfer weder ein verrohtes Subjekt, noch ein verwunschener Prinz, sondern eben nur ein ganz gewöhnlicher Maikäfer. Und von dem soll ein Elfenkind keine Märchen erwarten und soll ihm sein Krönlein nicht schenken.<br /><br />Und was aus dem Elfchen wurde? Das hat der liebe Gott in den Himmel geholt und hat ein Englein draus gemacht mit zwei kleinen Flügeln und hat ihm einen Heiligenschein für das zerbrochene Krönlein gegeben.<br /><br /><br /><div style="text-align: left;">                                                              <img src="/images/kunde/gedichte/biene_12.gif" /><br /></div><br /> <br /></div></div>



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    			<content:encoded><![CDATA[
<div style="text-align: center;"><img src="/images/kunde/Geschichte_Maerchen/feen019.gif" /><br /><br /><div style="text-align: left;"><div style="text-align: center;"><span style="font-weight: bold;">Ein Maimärchen</span><br />von Manfred Kyber<br /></div><br />Es war einmal ein Maikäfer, der war wie alle Maikäfer im Mai auf die Welt gekommen – und die Sonne hatte dazu geschienen, so hell und so goldlicht, wie sie nur einmal im Jahre scheint, wenn die Maikäfer auf die Welt kommen. Dem Maikäfer aber war's einerlei. »Das Sonnengold kann man nicht fressen«, sagte er sich, »also was geht's mich an.« Dann zählte er seine Beine, erst links und dann rechts und addierte sie zusammen.<br /><br />Das schien ihn befriedigt zu haben, und nun überlegte er, ob er einen Versuch machen solle, sich fortzubewegen, oder ob das zu anstrengend wäre. Er dachte drei Stunden darüber nach, dann zählte er noch einmal seine Beine und fing an, sich langsam vorwärts zu schieben, möglichst langsam natürlich, um sich nicht zu überanstrengen. Bequemlichkeit war ihm die Hauptsache!<br /><br />Da stieß er plötzlich an was Weiches, an etwas, was so weich war, dass er sich's unbedingt ansehen musste. Es lag im Grase und sah aus wie eine schwarze Samtweste, hatte vier kleine Schaufeln und keine Augen. Den Maikäfer, der noch keinen Maulwurf gesehen hatte, interessierte das fabelhaft, er überzählte noch schnell einmal seine Beine und dann ging's mit wütendem Eifer mitten in die schwarze Samtweste hinein. Der Maulwurf fuhr empört auf. »Sind Sie verrückt?«, schrie er den Maikäfer an. »So eine Rücksichtslosigkeit!« Der Maikäfer lachte. Es war zu komisch, wie sich die Samtweste aufregte.<br /><br />»Wissen Sie«, sagte er vorlaut, »wenn man aus nichts weiter besteht, als aus einer Samtweste und vier kleinen Schaufeln und auch keine Augen hat, soll man lieber ruhig sein.« – »Reden Sie nicht so blödes Zeug«, kreischte der Maulwurf, atemlos vor Wut. »Sie sind ein ganz verrohtes Subjekt!« Und damit kroch er in die Erde, der Maikäfer aber setzte angenehm angeregt und erheitert seinen Weg fort. Schließlich, als es Abend wurde, kam er an einen Teich, da saß ein großer alter Frosch auf einem Stein, ganz grün und ganz feucht, der las beim Mondlicht die Zeitung, das »Allgemeine Sumpfblatt«.<br /><br />Den frechen Maikäfer reizte der breite Rücken des vertieften Lesers und er kitzelte ihn ganz leise und boshaft mit den Fühlhörnern. Der Frosch fuhr mit seinen langen Fingern herum und kratzte sich, ohne von der Zeitung aufzusehen, denn das »Allgemeine Sumpfblatt« ist sehr lehrreich und sehr schön geschrieben – und dabei lässt man sich nicht gerne stören. Aber der Maikäfer kitzelte beharrlich weiter, bis der Frosch sich schließlich geärgert umdrehte und den Störenfried vorwurfsvoll betrachtete. Da er aber alle Tage das »Allgemeine Sumpfblatt« las und also sehr gebildet war, so erkannte er in dem respektlosen Wesen sofort einen Maikäfer.<br /><br />»Heut ist der erste Mai«, sagte er ruhig, »es steht in der Zeitung, da kommen diese merkwürdigen Geschöpfe. Dagegen lässt sich nichts machen.« Und dann las er weiter und kratzte sich geduldig, wenn ihn der Käfer kitzelte. Der arme Frosch hätte sich noch lange kratzen müssen, wenn der Maikäfer nicht plötzlich was gehört hätte, was ihm noch übers Kitzeln ging; es klang, als ob's mit vielen feinen Stimmchen singt, und das war ein Elfenreigen: viele kleine Elfchen in weißen Hemdchen und mit goldenen Krone im goldenen Haar hatten sich bei den Händen gefasst und schlangen den Ringelreih'n und sangen dazu. Der Frosch sah gar nicht hin, das stand ja alles im »Allgemeinen Sumpfblatt« unter »Lokales«, aber der Maikäfer kannte so was nicht und kroch, so schnell er konnte, um sich das Seltsame zu betrachten, was so seltsam mit vielen feinen Stimmchen sang.<br /><br />Die Elfen flohen entsetzt auseinander, nur eine blieb stehen und sah sich den komischen Gesellen an. »Du hast ja sechs Beine!«, rief sie, »Du bist gewiss ein verwunschener Prinz – und ich warte schon so lange auf einen, um ihm mein Krönlein zu schenken.« Der Maikäfer sah auf seine sechs Beine, bewegte verlegen die Fühlhörner und sagte nichts. »Es ist ganz gewiss ein verwunschener Prinz«, dachte das Elfchen, »er hat doch sechs Beine und sagt nichts!« Und dann fragte es ihn: »Willst du mich heiraten?« Der Maikäfer verstand nur, dass er gefragt wurde, ob er was wolle, und da sagte er: »Fressen will ich«, und legte sich auf den Rücken. »Er muss sehr stark verwunschen sein!«, dachte das Elfchen und gab ihm zu essen, lauter schöne Sachen, wie man sie nur im Elfenreich hat.<br /><br />Als er satt war, setzte sich das Elfchen neben ihn und beschloss, geduldig zu warten, bis sich der verwunschene Prinz entpuppt. Und als die Glockenblumen Mitternacht läuteten, da dachte das Elfchen, jetzt müsste es sein, und wollte ihm sein Krönlein schenken. Aber der Maikäfer hörte weder die blauen Glockenblumen noch sah er das goldene Krönlein, er lag auf dem Rücken und schlief. Das war so schrecklich langweilig – und so ging's alle Tage und Nächte weiter, er fraß grässlich viel; und wenn die Glockenblumen läuteten, schlief er ein. Und das arme Elfchen wartete und wartete.<br /><br />Da, eines Nachts, geschah etwas Wunderbares: Der Maikäfer rührte sich, streckte seine sechs Beine, bewegte die Fühlhörner und bekam plötzlich Flügel. »Jetzt entpuppt sich der verwunschene Prinz«, dachte das Elfchen und freute sich furchtbar. Und grad wie es sich so furchtbar freute – flog der Maikäfer davon und zerbrach noch dabei mit seinen plumpen Beinen das goldene Krönlein, dass es in tausend Scherben ging. Die Elfenkrönlein sind ja so zerbrechlich!<br /><br />Da saß nun das arme Elfchen und hatte keinen verwunschenen Prinzen bekommen und hatte auch kein Krönlein mehr, es ihm zu schenken. Und so stützte es das Gesichtchen in die Hände und weinte bitterlich. Das klang so traurig, dass der Frosch vom »Allgemeinen Sumpfblatt« aufsah und sich das Elfchen mitleidig betrachtete. »Ja, ja«, sagte er seufzend, »heute ist der letzte Mai, es steht in der Zeitung, da gehen diese merkwürdigen Geschöpfe wieder. Dagegen lässt sich nichts machen.« Und dann schlug er nachdenklich eine Seite um – das Umblättern ist für einen Frosch sehr leicht, weil er so feuchte Finger hat – und las weiter.<br /><br />Auch der Maulwurf kam aus der Erde heraus und sagte: »Es war ein ganz verrohtes Subjekt!« In Wirklichkeit aber war der Maikäfer weder ein verrohtes Subjekt, noch ein verwunschener Prinz, sondern eben nur ein ganz gewöhnlicher Maikäfer. Und von dem soll ein Elfenkind keine Märchen erwarten und soll ihm sein Krönlein nicht schenken.<br /><br />Und was aus dem Elfchen wurde? Das hat der liebe Gott in den Himmel geholt und hat ein Englein draus gemacht mit zwei kleinen Flügeln und hat ihm einen Heiligenschein für das zerbrochene Krönlein gegeben.<br /><br /><br /><div style="text-align: left;">                                                              <img src="/images/kunde/gedichte/biene_12.gif" /><br /></div><br /> <br /></div></div>



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    			<dc:publisher>Celine Rosenkind</dc:publisher>
    			<dc:creator>Celine Rosenkind</dc:creator>
    			<dc:subject>Märchen von Manfred Kyber</dc:subject>
    			<dc:rights>Copyright &#169; 2012 Celine Rosenkind</dc:rights>
    			<dc:date>2012-05-02T13:07:00+01:00</dc:date>
  			</item>
			<item rdf:about="http://www.buchwussels-maerchenwelt.de/index.php?id=29">
    			<title>Herr Allesmeins</title> 
    			<link>http://www.buchwussels-maerchenwelt.de/index.php?id=29</link>
    			<description><![CDATA[<div style="text-align: center;"><img src="/images/kunde/Geschichte_Maerchen/burg_03.gif" /><br /><br /><div style="text-align: left;">Herr Allesmeins<br />Ein  modernes Märchen von Celine Rosenkind<br /><br />In einem kleinen Dorf, welches mitten zwischen Wiesen und Wald gebettet lag,<br />lebten die Menschen in Verständnis und Harmonie zusammen.<br />Das ist etwas ganz Besonderes, denn zanken und streiten, das gab es hier nicht.<br />Die Kinder hatten es besonders schön denn hier war wirklich alles erlaubt, was Kinder glücklich macht.<br />Vor den Autos brauchten sie keine Angst zu haben und konnten, egal wie das Wetter war, zusammen unbeschwert vor der Haustür spielen.<br />Ja, es war wirklich was los in diesem kleinen friedlichen Dorf. Da das Dörfchen auf einem Berg lag, ging die kleine Straße bergab, geradezu in einen kleinen Wald.<br />Das war superschön, denn im Sommer konnte man mit dem Roller, Fahrrad, Rollschuhe oder Inlineskater einfach den kleinen Berg hinunterrollen. Da fand so manches Wettrennen statt.<br />Im Winter wurde aus der kleinen Straße eine Rodelbahn. Ihr könnt euch sicher vorstellen, was das für einen Spaß machte. Herum toben und laut sein  dürfen, ohne dass ein Erwachsener gemeckert hat.<br />Oben auf dem großen Hügel stand ein wunderschönes großes Haus. Es hatte einen großen Garten und die Kinder waren bei Opa Krause immer sehr gerne gesehen.<br />Der Garten war so wunderschön. Er hatte einen großen Springbrunnen und viele Bäume in denen gar seltene Vögel sich ihr Nest gebaut hatten. Wunderschöne Blumen züchtete Opa Krause. Oft durften die Kinder hier den Geburtstags- oder Muttertagsstrauß pflücken.<br />Geld brauchten sie nicht zu bezahlen. Ach, es war einfach herrlich. Man hörte das Lachen der Kinder im ganzen Dorf.<br />Aber da alles sich einmal ändert, geschah das leider auch hier.<br />Opa Krause wurde schwer krank und trotzdem die Erwachsenen und Kinder zum lieben Gott beteten, hat er Opa Krause in den Himmel geholt.<br />Da könnt ihr euch vorstellen wie viele Taschentücher voll geweint wurden oder?<br />Alle waren noch tief traurig, als eines Tages ein silbernes großes Auto über die kleine Straße gebraust kam, und die spielenden Kinder durch lautes Hupen erschreckte.<br />Das waren sie nicht gewohnt, denn alle Bewohner fuhren mit den Autos immer ganz langsam.<br />Es vergingen einige Tage an denen nichts Auffälliges geschah.<br />Argwöhnisch und ein wenig ängstlich schaute man immer wieder zu dem großen weißen Haus, denn hinzugehen, trauten sich die Kinder nicht mehr.<br />Es war an einem sonnigen Montag, als der Briefträger mit seinem gelben Postauto ankam, und in jeden Briefkasten, einen roten Zettel warf. Briefträger Lempel hatte eigentlich immer gute Laune und ein paar Lollys in der Tasche für seine kleinen Freunde. Doch an diesem Tag machte er ein ernstes Gesicht.<br />Ob das wohl mit den roten Zetteln zusammenhing, rätselten die Kinder. <br />Sie sollten leider recht behalten. Besorgt schauten die Eltern auch während des Mittagessens aus, als sie sagten: “Wir müssen uns alle heute im großen Garten treffen und euch Kindern etwas mitteilen!“<br />Da kam dann zu Sprache, dass der neue Bewohner sich beim Bürgermeister beschwert hatte, weil die Kinder so laut waren und überall spielten.<br />„Ja Kinder, da können wir nichts machen, Ihr müsst künftig leise spielen und auch nicht mehr überall, denn der neue Bewohner im weißen Haus ist anders als Opa Krause.“<br />Die kleine Straße gehört leider nicht zu unserem Dorf und nun ist spielen und auch Schlitten fahren dort verboten!“ Die Kinder waren sprachlos. Das war doch immer ihre kleine Straße gewesen und nun durfte man sie nicht mehr betreten. „Wenn das der Opa Krause vom Himmel sieht, der wird das niemals zulassen“, meinte Sonja und die Kinder nickten zustimmend mit den Köpfchen.<br />Keiner ahnte, dass dieser doofe rote Zettel erst der Anfang war.<br />Nun rollten Bagger durch das kleine Dorf und der neue Besitzer baute eine hohe Mauer um das schöne weiße Haus. Die kleine Spielstraße wurde neu geteert und dann standen da plötzlich so komische Schilder. &quot;Betreten und spielen strengstens verboten!&quot; lasen die Erwachsenen den Kindern vor. So war ganz plötzlich das kleine Dorf gar nicht mehr so schön.<br />Es wurde immer stiller denn die Kinder hörten auf zu lachen.<br />Oben auf dem Hügel in dem weißen großen Haus wohnte nun ganz alleine und stolz der Enkel von Opa Krause. Die Dorfbewohner hatten ihm den Namen Allesmeins gegeben denn<br />er hatte nicht nur Unfrieden in die kleine Gemeinschaft gebracht, nein er hatte alles eingemauert was ihm nach dem Gesetz gehörte. Gesetze das sind Dinge, die was mit Politik zu tun haben und ich weiß nicht, wie ich Euch das erklären soll. Nur, man muss sie halt befolgen.<br />Es wurde Winter und die Kinder schauten traurig zu der kleinen Straße, auf der sie immer gerodelt hatten. Nun war es verboten. Wenn man sich nur dieser Straße näherte, hörte man lautes Hundegebell. Das klang ganz anders, als wenn die Hunde im Dorf bellten. Riesenhunde <br />sind, das, erzählte Briefträger Lempel der sich nicht traute, die Post dort hinzubringen. Herr Allesmeins, der mehrmals täglich stolz über seinen Besitz wanderte, bemerkte, wie still es in seinem schönen Garten war. Na ja, die Vögel überwintern im Süden dachte er sich und freute sich auf den Frühling.<br />Es wurde Frühling und die Sonne strahlte vom Himmel nur über dem weißen Haus war es kühl und schattig. Die Vögel waren schon lange wieder zurückgekehrt aber im Garten des weißen Hauses trauerten die Bäume denn die Nester blieben leer. Während die ersten Osterglocken im Dorf die Köpfchen hervorstreckten, und die Krokusse blühten, blieb der Garten auf dem Hügel kahl und leer. Nun machte sich Herr Allesmeins aber doch langsam Sorgen. Nichts wollte blühen oder gedeihen und diese Stille war unheimlich.<br />Er setzte sich vor sein Haus und schaute neidisch in Dorf hinunter. Keiner wollte etwas mit ihm zu tun haben. Plötzlich landete eine kleine Biene auf seiner Nase und surrte:<br /><br />„Es gibt Dinge auf der Welt<br />die kann man haben ohne Geld!“<br /><br />Und husch flog sie wieder davon,  ohne ihn in die Nase zu stechen. Nicht einmal die kleine Biene wollte ihren Stachel opfern für ihn.<br />Ach kam Herr Allesmeins sich jämmerlich vor.<br />Er ging zurück ins Haus und hatte schreckliche Langeweile. Da sah er ein dickes braunes Buch, welches er nie zuvor gesehen hatte.<br />Als er es neugierig aufschlug, erkannte er, dass es voller vergilbter Fotos war, also ein Fotoalbum von Opa Krause. Oh, was musste er da sehen. Lachende, fröhliche Kinder, die in seinem Garten, inmitten von wunderschönen Blumen standen. Auch Vogelarten, wie er sie noch nie gesehen hatte und einen lachenden Opa Krause umringt von den Dorfbewohnern. Wie glücklich er aussah.<br />Nachdenklich wurde Herr Allesmeins. Sollte das der Schlüssel zum Glück sein. Lachende Kinder in seinem Garten?<br />Nachdenklich schaute er auf seine vier großen schwarzen Hunde, die an der Mauer lauerten.<br />Er griff zum Telefon.<br />Am nächsten Morgen trauten die Dorfbewohner ihren Augen, nicht als wieder ein Bagger durchs Dorf zum Hügel hinauf rollte.<br />Was würde nun wieder passieren? Verwundert rieben sie sich die Augen, als die Kinder angestürmt kamen und berichteten, dass die Mauer abgerissen sei.<br />Ja, und die Hunde waren auch abgeholt worden berichtete Mäxchen.<br />Keiner bemerkte in der Aufregung das große silberne Auto, welches langsam die Straße heruntergerollt kam, um mitten im Dorf anzuhalten.<br />„Guten Tag“ sagte eine fremde Stimme und „Darf ich mich vorstellen“<br />Alle zuckten zusammen und schauten ungläubig in ein Gesicht, das sie irgendwie an Opa Krause erinnerte. Ja und dann gab es ein langes Gespräch im großen Garten wie damals als die roten Zettel gekommen waren.<br /><br />Kurze Zeit später waren die Schilder &gt;Betreten und Spielen verboten&lt; verschwunden, es folgte eine große Einweihungsfeier. Die Kinder tobten und lachten im Garten.<br /><br />Die Sonne schien und die Bäume fingen an zu blühen. Vögel zwitscherten um die Wette, und die Blumen steckten ihre Köpfchen durch den kahlen Boden.<br /><br />Es war so wie früher, und am meisten freute sich Herr Allesmeins, der ja eigentlich nun Onkel Krause genannt wurde.<br /><br />Ja liebe Kinder, so ist das mit dem lieben Geld und dem &gt;immer alles haben wollen&lt;.<br />Es gibt Dinge die kann man nicht kaufen.  Deshalb ist es sehr wichtig für mich gewesen, dieses Märchen für Euch zu schreiben, und für euch, es zu lesen.<br /><br />Ich hoffe es hat euch gefallen, und ich sage tschüss bis zum nächsten Mal,<br />Eure<br />© Celine Rosenkind<br /></div></div>

]]></description>
    			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: center;"><img src="/images/kunde/Geschichte_Maerchen/burg_03.gif" /><br /><br /><div style="text-align: left;">Herr Allesmeins<br />Ein  modernes Märchen von Celine Rosenkind<br /><br />In einem kleinen Dorf, welches mitten zwischen Wiesen und Wald gebettet lag,<br />lebten die Menschen in Verständnis und Harmonie zusammen.<br />Das ist etwas ganz Besonderes, denn zanken und streiten, das gab es hier nicht.<br />Die Kinder hatten es besonders schön denn hier war wirklich alles erlaubt, was Kinder glücklich macht.<br />Vor den Autos brauchten sie keine Angst zu haben und konnten, egal wie das Wetter war, zusammen unbeschwert vor der Haustür spielen.<br />Ja, es war wirklich was los in diesem kleinen friedlichen Dorf. Da das Dörfchen auf einem Berg lag, ging die kleine Straße bergab, geradezu in einen kleinen Wald.<br />Das war superschön, denn im Sommer konnte man mit dem Roller, Fahrrad, Rollschuhe oder Inlineskater einfach den kleinen Berg hinunterrollen. Da fand so manches Wettrennen statt.<br />Im Winter wurde aus der kleinen Straße eine Rodelbahn. Ihr könnt euch sicher vorstellen, was das für einen Spaß machte. Herum toben und laut sein  dürfen, ohne dass ein Erwachsener gemeckert hat.<br />Oben auf dem großen Hügel stand ein wunderschönes großes Haus. Es hatte einen großen Garten und die Kinder waren bei Opa Krause immer sehr gerne gesehen.<br />Der Garten war so wunderschön. Er hatte einen großen Springbrunnen und viele Bäume in denen gar seltene Vögel sich ihr Nest gebaut hatten. Wunderschöne Blumen züchtete Opa Krause. Oft durften die Kinder hier den Geburtstags- oder Muttertagsstrauß pflücken.<br />Geld brauchten sie nicht zu bezahlen. Ach, es war einfach herrlich. Man hörte das Lachen der Kinder im ganzen Dorf.<br />Aber da alles sich einmal ändert, geschah das leider auch hier.<br />Opa Krause wurde schwer krank und trotzdem die Erwachsenen und Kinder zum lieben Gott beteten, hat er Opa Krause in den Himmel geholt.<br />Da könnt ihr euch vorstellen wie viele Taschentücher voll geweint wurden oder?<br />Alle waren noch tief traurig, als eines Tages ein silbernes großes Auto über die kleine Straße gebraust kam, und die spielenden Kinder durch lautes Hupen erschreckte.<br />Das waren sie nicht gewohnt, denn alle Bewohner fuhren mit den Autos immer ganz langsam.<br />Es vergingen einige Tage an denen nichts Auffälliges geschah.<br />Argwöhnisch und ein wenig ängstlich schaute man immer wieder zu dem großen weißen Haus, denn hinzugehen, trauten sich die Kinder nicht mehr.<br />Es war an einem sonnigen Montag, als der Briefträger mit seinem gelben Postauto ankam, und in jeden Briefkasten, einen roten Zettel warf. Briefträger Lempel hatte eigentlich immer gute Laune und ein paar Lollys in der Tasche für seine kleinen Freunde. Doch an diesem Tag machte er ein ernstes Gesicht.<br />Ob das wohl mit den roten Zetteln zusammenhing, rätselten die Kinder. <br />Sie sollten leider recht behalten. Besorgt schauten die Eltern auch während des Mittagessens aus, als sie sagten: “Wir müssen uns alle heute im großen Garten treffen und euch Kindern etwas mitteilen!“<br />Da kam dann zu Sprache, dass der neue Bewohner sich beim Bürgermeister beschwert hatte, weil die Kinder so laut waren und überall spielten.<br />„Ja Kinder, da können wir nichts machen, Ihr müsst künftig leise spielen und auch nicht mehr überall, denn der neue Bewohner im weißen Haus ist anders als Opa Krause.“<br />Die kleine Straße gehört leider nicht zu unserem Dorf und nun ist spielen und auch Schlitten fahren dort verboten!“ Die Kinder waren sprachlos. Das war doch immer ihre kleine Straße gewesen und nun durfte man sie nicht mehr betreten. „Wenn das der Opa Krause vom Himmel sieht, der wird das niemals zulassen“, meinte Sonja und die Kinder nickten zustimmend mit den Köpfchen.<br />Keiner ahnte, dass dieser doofe rote Zettel erst der Anfang war.<br />Nun rollten Bagger durch das kleine Dorf und der neue Besitzer baute eine hohe Mauer um das schöne weiße Haus. Die kleine Spielstraße wurde neu geteert und dann standen da plötzlich so komische Schilder. &quot;Betreten und spielen strengstens verboten!&quot; lasen die Erwachsenen den Kindern vor. So war ganz plötzlich das kleine Dorf gar nicht mehr so schön.<br />Es wurde immer stiller denn die Kinder hörten auf zu lachen.<br />Oben auf dem Hügel in dem weißen großen Haus wohnte nun ganz alleine und stolz der Enkel von Opa Krause. Die Dorfbewohner hatten ihm den Namen Allesmeins gegeben denn<br />er hatte nicht nur Unfrieden in die kleine Gemeinschaft gebracht, nein er hatte alles eingemauert was ihm nach dem Gesetz gehörte. Gesetze das sind Dinge, die was mit Politik zu tun haben und ich weiß nicht, wie ich Euch das erklären soll. Nur, man muss sie halt befolgen.<br />Es wurde Winter und die Kinder schauten traurig zu der kleinen Straße, auf der sie immer gerodelt hatten. Nun war es verboten. Wenn man sich nur dieser Straße näherte, hörte man lautes Hundegebell. Das klang ganz anders, als wenn die Hunde im Dorf bellten. Riesenhunde <br />sind, das, erzählte Briefträger Lempel der sich nicht traute, die Post dort hinzubringen. Herr Allesmeins, der mehrmals täglich stolz über seinen Besitz wanderte, bemerkte, wie still es in seinem schönen Garten war. Na ja, die Vögel überwintern im Süden dachte er sich und freute sich auf den Frühling.<br />Es wurde Frühling und die Sonne strahlte vom Himmel nur über dem weißen Haus war es kühl und schattig. Die Vögel waren schon lange wieder zurückgekehrt aber im Garten des weißen Hauses trauerten die Bäume denn die Nester blieben leer. Während die ersten Osterglocken im Dorf die Köpfchen hervorstreckten, und die Krokusse blühten, blieb der Garten auf dem Hügel kahl und leer. Nun machte sich Herr Allesmeins aber doch langsam Sorgen. Nichts wollte blühen oder gedeihen und diese Stille war unheimlich.<br />Er setzte sich vor sein Haus und schaute neidisch in Dorf hinunter. Keiner wollte etwas mit ihm zu tun haben. Plötzlich landete eine kleine Biene auf seiner Nase und surrte:<br /><br />„Es gibt Dinge auf der Welt<br />die kann man haben ohne Geld!“<br /><br />Und husch flog sie wieder davon,  ohne ihn in die Nase zu stechen. Nicht einmal die kleine Biene wollte ihren Stachel opfern für ihn.<br />Ach kam Herr Allesmeins sich jämmerlich vor.<br />Er ging zurück ins Haus und hatte schreckliche Langeweile. Da sah er ein dickes braunes Buch, welches er nie zuvor gesehen hatte.<br />Als er es neugierig aufschlug, erkannte er, dass es voller vergilbter Fotos war, also ein Fotoalbum von Opa Krause. Oh, was musste er da sehen. Lachende, fröhliche Kinder, die in seinem Garten, inmitten von wunderschönen Blumen standen. Auch Vogelarten, wie er sie noch nie gesehen hatte und einen lachenden Opa Krause umringt von den Dorfbewohnern. Wie glücklich er aussah.<br />Nachdenklich wurde Herr Allesmeins. Sollte das der Schlüssel zum Glück sein. Lachende Kinder in seinem Garten?<br />Nachdenklich schaute er auf seine vier großen schwarzen Hunde, die an der Mauer lauerten.<br />Er griff zum Telefon.<br />Am nächsten Morgen trauten die Dorfbewohner ihren Augen, nicht als wieder ein Bagger durchs Dorf zum Hügel hinauf rollte.<br />Was würde nun wieder passieren? Verwundert rieben sie sich die Augen, als die Kinder angestürmt kamen und berichteten, dass die Mauer abgerissen sei.<br />Ja, und die Hunde waren auch abgeholt worden berichtete Mäxchen.<br />Keiner bemerkte in der Aufregung das große silberne Auto, welches langsam die Straße heruntergerollt kam, um mitten im Dorf anzuhalten.<br />„Guten Tag“ sagte eine fremde Stimme und „Darf ich mich vorstellen“<br />Alle zuckten zusammen und schauten ungläubig in ein Gesicht, das sie irgendwie an Opa Krause erinnerte. Ja und dann gab es ein langes Gespräch im großen Garten wie damals als die roten Zettel gekommen waren.<br /><br />Kurze Zeit später waren die Schilder &gt;Betreten und Spielen verboten&lt; verschwunden, es folgte eine große Einweihungsfeier. Die Kinder tobten und lachten im Garten.<br /><br />Die Sonne schien und die Bäume fingen an zu blühen. Vögel zwitscherten um die Wette, und die Blumen steckten ihre Köpfchen durch den kahlen Boden.<br /><br />Es war so wie früher, und am meisten freute sich Herr Allesmeins, der ja eigentlich nun Onkel Krause genannt wurde.<br /><br />Ja liebe Kinder, so ist das mit dem lieben Geld und dem &gt;immer alles haben wollen&lt;.<br />Es gibt Dinge die kann man nicht kaufen.  Deshalb ist es sehr wichtig für mich gewesen, dieses Märchen für Euch zu schreiben, und für euch, es zu lesen.<br /><br />Ich hoffe es hat euch gefallen, und ich sage tschüss bis zum nächsten Mal,<br />Eure<br />© Celine Rosenkind<br /></div></div>

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    			<dc:publisher>Celine Rosenkind</dc:publisher>
    			<dc:creator>Celine Rosenkind</dc:creator>
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    			<dc:rights>Copyright &#169; 2012 Celine Rosenkind</dc:rights>
    			<dc:date>2012-04-14T15:38:15+01:00</dc:date>
  			</item>
			<item rdf:about="http://www.buchwussels-maerchenwelt.de/index.php?id=28">
    			<title>Der Kirschbaum in den vier Jahrezeiten</title> 
    			<link>http://www.buchwussels-maerchenwelt.de/index.php?id=28</link>
    			<description><![CDATA[
<div style="text-align: center;"><img src="/images/kunde/apefelbaum.gif" /><br /><br /><br /><br /> Zum Frühling sagt der liebe Gott:<br />    „Geh, deck dem Wurm auch seinen Tisch!&quot;<br />    Gleich treibt der Kirschbaum Laub um Laub,<br />    viel tausend Blätter, grün und frisch.<br /><br /><img src="/images/kunde/gedichte/Kirschen.gif" /><br /><br />Das Würmchen ist im Ei erwacht,<br />    es schlief in seinem Winterhaus;<br />    es streckt sich, sperrt sein Mäulchen auf<br />    und reibt die müden Augen aus.<br /><br /><img src="/images/kunde/gedichte/wurm_54.gif" /><br /><br />Und darauf hat's mit stillem Zahn<br />    an seinen Blätterchen genagt;<br />    es sagt: „Man kann nicht weg davon!<br />    Was solch Gemüs' mir doch behagt!&quot;<br /><br /><img src="/images/kunde/gedichte/wurm_17.gif" /><br /><br />Und wieder sagt der liebe Gott:<br />    „Deck jetzt dem Bienchen seinen Tisch!&quot;<br />    Da treibt der Kirschbaum Blüt' an Blüt',<br />    viel tausend Blüten, weiß und frisch.<br /><img src="/images/kunde/gedichte/biene_03.gif" /><br /><br />Und's Bienchen sieht es in der Früh<br />    im Morgenschein und fliegt heran<br />    und denkt: „Das wird mein Kaffee sein;<br />    was ist das kostbar Porzellan!<br /><br /><img src="/images/kunde/gedichte/biene_02.gif" /><br /><br />Wie sind die Tässchen rein gespült!&quot;<br />    Es steckt sein Züngelchen hinein,<br />    es trinkt und sagt: „Wie schmeckt das süß!<br />    Da muss der Zucker wohlfeil sein!&quot;<br /><br /><img src="/images/kunde/gedichte/biene_12.gif" /><br /><br />Zum Sommer sagt der liebe Gott:<br />    „Geh, deck dem Spatzen seinen Tisch!&quot;<br />    Da treibt der Kirschbaum Frucht an Frucht,<br />    viel tausend Kirschen, rot und frisch.<br /><br /><br /><img src="/images/kunde/gedichte/Kirschen.gif" /><br /><br /><br />Und Spätzchen sagt: „Ist's so gemeint?<br />    ich setz' mich hin, ich hab' App'tit,<br />    das gibt mir Kraft in Mark und Bein,<br />    stärkt mir die Stimm' zu neuem Lied.<br /><br /><img src="/images/kunde/gedichte/vogel_028.gif" /><br /><br />Da sagt zum Herbst der liebe Gott:<br />    „Räum fort, sie haben abgespeist!&quot;<br />    Drauf hat die Bergluft kühl geweht,<br />    und 's hat ein bissel Reif geeist.<br /><br /><img src="/images/kunde/gedichte/vogel_047.gif" /><br /><br />Die Blätter werden gelb und rot,<br />    eins nach dem andern fällt schon ab,<br />    und was vom Boden stieg herauf,<br />    zum Boden muss es auch hinab.<br /><br /><img src="/images/kunde/gedichte/blatt_01.gif" /><br /><br /><br />Zum Winter sagt der liebe Gott:<br />    „Jetzt deck, was übrig ist, mir zu!&quot;<br />    Da streut der Winter Flocken drauf;<br />    nun danket Gott und geht zur Ruh'!<br /><br /><img src="/images/kunde/gedichte/schnee_02.gif" /><br /><br />(aus dem alten Buch &quot;Kinderland&quot; entnommen)<br /></div>



]]></description>
    			<content:encoded><![CDATA[
<div style="text-align: center;"><img src="/images/kunde/apefelbaum.gif" /><br /><br /><br /><br /> Zum Frühling sagt der liebe Gott:<br />    „Geh, deck dem Wurm auch seinen Tisch!&quot;<br />    Gleich treibt der Kirschbaum Laub um Laub,<br />    viel tausend Blätter, grün und frisch.<br /><br /><img src="/images/kunde/gedichte/Kirschen.gif" /><br /><br />Das Würmchen ist im Ei erwacht,<br />    es schlief in seinem Winterhaus;<br />    es streckt sich, sperrt sein Mäulchen auf<br />    und reibt die müden Augen aus.<br /><br /><img src="/images/kunde/gedichte/wurm_54.gif" /><br /><br />Und darauf hat's mit stillem Zahn<br />    an seinen Blätterchen genagt;<br />    es sagt: „Man kann nicht weg davon!<br />    Was solch Gemüs' mir doch behagt!&quot;<br /><br /><img src="/images/kunde/gedichte/wurm_17.gif" /><br /><br />Und wieder sagt der liebe Gott:<br />    „Deck jetzt dem Bienchen seinen Tisch!&quot;<br />    Da treibt der Kirschbaum Blüt' an Blüt',<br />    viel tausend Blüten, weiß und frisch.<br /><img src="/images/kunde/gedichte/biene_03.gif" /><br /><br />Und's Bienchen sieht es in der Früh<br />    im Morgenschein und fliegt heran<br />    und denkt: „Das wird mein Kaffee sein;<br />    was ist das kostbar Porzellan!<br /><br /><img src="/images/kunde/gedichte/biene_02.gif" /><br /><br />Wie sind die Tässchen rein gespült!&quot;<br />    Es steckt sein Züngelchen hinein,<br />    es trinkt und sagt: „Wie schmeckt das süß!<br />    Da muss der Zucker wohlfeil sein!&quot;<br /><br /><img src="/images/kunde/gedichte/biene_12.gif" /><br /><br />Zum Sommer sagt der liebe Gott:<br />    „Geh, deck dem Spatzen seinen Tisch!&quot;<br />    Da treibt der Kirschbaum Frucht an Frucht,<br />    viel tausend Kirschen, rot und frisch.<br /><br /><br /><img src="/images/kunde/gedichte/Kirschen.gif" /><br /><br /><br />Und Spätzchen sagt: „Ist's so gemeint?<br />    ich setz' mich hin, ich hab' App'tit,<br />    das gibt mir Kraft in Mark und Bein,<br />    stärkt mir die Stimm' zu neuem Lied.<br /><br /><img src="/images/kunde/gedichte/vogel_028.gif" /><br /><br />Da sagt zum Herbst der liebe Gott:<br />    „Räum fort, sie haben abgespeist!&quot;<br />    Drauf hat die Bergluft kühl geweht,<br />    und 's hat ein bissel Reif geeist.<br /><br /><img src="/images/kunde/gedichte/vogel_047.gif" /><br /><br />Die Blätter werden gelb und rot,<br />    eins nach dem andern fällt schon ab,<br />    und was vom Boden stieg herauf,<br />    zum Boden muss es auch hinab.<br /><br /><img src="/images/kunde/gedichte/blatt_01.gif" /><br /><br /><br />Zum Winter sagt der liebe Gott:<br />    „Jetzt deck, was übrig ist, mir zu!&quot;<br />    Da streut der Winter Flocken drauf;<br />    nun danket Gott und geht zur Ruh'!<br /><br /><img src="/images/kunde/gedichte/schnee_02.gif" /><br /><br />(aus dem alten Buch &quot;Kinderland&quot; entnommen)<br /></div>



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    			<dc:publisher>Celine Rosenkind</dc:publisher>
    			<dc:creator>Celine Rosenkind</dc:creator>
    			<dc:subject>Alte Kindergedichte/Reime</dc:subject>
    			<dc:rights>Copyright &#169; 2012 Celine Rosenkind</dc:rights>
    			<dc:date>2012-04-14T14:39:00+01:00</dc:date>
  			</item>
			<item rdf:about="http://www.buchwussels-maerchenwelt.de/index.php?id=27">
    			<title>Der Hase und der Igel    </title> 
    			<link>http://www.buchwussels-maerchenwelt.de/index.php?id=27</link>
    			<description><![CDATA[
<div style="text-align: center;"><img src="/images/kunde/osterhaselieb.gif" /><br /></div><br /><div style="text-align: center;">Der Hase und der Igel<br /></div> <br /><br />Es war an einem Sonntagmorgen im Herbst, gerade als der Buchweizen blühte. Die Sonne war am Himmel aufgegangen, und der Wind strich warm über die Stoppeln, die Lerchen sangen hoch in der Luft, und die Bienen summten im Buchweizen. Die Leute gingen in ihrem Sonntagsstaat zur Kirche, und alle Geschöpfe waren vergnügt, auch der Igel.<br /><br /><br />Er stand vor seiner Tür, hatte die Arme verschränkt, er guckte in den Morgenwind hinaus und trällerte ein kleines Liedchen vor sich hin, so gut und so schlecht wie am Sonntagmorgen ein Igel eben zu singen pflegt. Während er nun so vor sich hinsang, fiel ihm plötzlich ein, er könnte doch, während seine Frau die Kinder wusch und ankleidete, ein bisschen im Feld spazieren gehen und nachsehen, wie die Steckrüben standen. Die Steckrüben waren ganz nah bei seinem Haus, und er pflegte sie mit seiner Familie zu essen, darum sah er sie auch als die seinigen an.<br /><br /><br />Gedacht, getan. Er schloss die Haustür hinter sich und schlug den Weg zum Feld ein. Er war noch nicht sehr weit und wollte gerade um den Schlehenbusch herum, der vor dem Feld stand, als er den Hasen erblickte, der in ähnlichen Geschäften ausgegangen war, nämlich um seinen Kohl zu besehen. Als der Igel den Hasen sah, wünschte er ihm freundlich einen guten Morgen. Der Hase aber, der auf seine Weise ein vornehmer Herr war und grausam hochfahrend noch dazu, antwortete gar nicht auf des Igels Gruß, sondern sagte mit höhnischer Miene: &quot;Wie kommt es, dass du hier schon so am frühen Morgen im Feld herumläufst?&quot;<br /><br /><br />&quot;Ich gehe spazieren&quot;, sagte der Igel.<br /><br /><br />&quot;Spazieren?&quot; lachte der Hase. &quot;Du könntest deine Beine schon zu besseren Dingen gebrauchen.&quot;<br /><br /><br />Diese Antwort verdross den Igel sehr. Alles kann er vertragen, aber auf seine Beine lässt er nichts kommen, gerade weil sie von Natur aus krumm sind.<br /><br /><br />&quot;Du bildest dir wohl ein, du könntest mit deinen Beinen mehr ausrichten?&quot; sagte er.<br /><br />&quot;Das will ich meinen&quot;, sagte der Hase.<br /><br /><br />&quot;Nun, das kommt auf einen Versuch an&quot;, meinte der Igel. &quot;Ich wette, wenn wir um die Wette laufen, ich laufe schneller als du.&quot;<br /><br /><br />&quot;Du - mit deinen krummen Beinen?&quot; sagte der Hase. &quot;Das ist ja zum Lachen. Aber wenn du so große Lust hast - was gilt die Wette?&quot;<br /><br /><br />&quot;Einen Golddukaten und eine Flasche Wein&quot;, sagte der Igel.<br /><br /><br />&quot;Angenommen&quot;, sagte der Hase, &quot;schlag ein, und dann kann es gleich losgehen.&quot;<br /><br /><br />&quot;Nein, so große Eile hat es nicht&quot;, meinte der Igel, &quot;ich hab' noch gar nichts gegessen; erst will ich nach Hause gehen und ein bisschen was frühstücken. In einer Stunde bin ich wieder hier.&quot;<br /><br /><br />Damit ging er, und der Hase war es zufrieden. Unterwegs aber dachte der Igel bei sich: &quot;Der Hase verlässt sich auf seine langen Beine, aber ich will ihn schon kriegen. Er ist zwar ein vornehmer Herr, aber doch ein dummer Kerl, und das soll er bezahlen.&quot;<br /><br /><br />Als er nun nach Hause kam, sagte er zu seiner Frau: &quot;Frau, zieh dich rasch an, du musst mit mir ins Feld hinaus.&quot; &quot;Was gibt es denn so dringendes?&quot; fragte die Frau. &quot;Ich habe mit dem Hasen um einen Golddukaten und eine Flasche Wein gewettet, dass ich mit ihm um die Wette laufen will. Und da sollst du dabei sein.&quot; &quot;O mein Gott, Mann&quot;, begann die Frau loszuschreien, &quot;hast du denn ganz den Verstand verloren? Wie willst du mit dem Hasen um die Wette laufen?&quot; &quot;Halt den Mund, Frau&quot;, sagte der Igel, &quot;das ist meine Sache. Misch dich nicht in Männergeschäfte! Los, zieh dich an und komm mit!&quot;<br /><br /><br />Was sollte also die Frau des Igels tun? Sie musste gehorchen, ob sie wollte oder nicht. Als sie miteinander unterwegs waren, sprach der Igel zu seiner Frau:<br /><br /><br />&quot;Nun pass auf, was ich dir sage. Dort auf dem langen Acker will ich unseren Wettlauf machen. Der Hase läuft in einer Furche, und ich in der anderen, und dort oben fangen wir an. Du hast nun weiter nichts zu tun, als dass du dich hier unten in die Furche stellst, und wenn der Hase in seiner Furche daherkommt, so rufst du ihm entgegen: &quot;Ich bin schon da!&quot;<br /><br /><br />So kamen sie zu dem Acker, der Igel wies seiner Frau ihren Platz an und ging den Acker hinauf. Als er oben ankam, war der Hase schon da. &quot;Kann es losgehen?&quot; fragte er. &quot;Jawohl&quot;, erwiderte der Igel. &quot;Dann los.&quot; Damit stellte sich jeder in seine Furche. Der Hase zählte: &quot;Eins, zwei, drei&quot;, und los ging er wie ein Sturmwind den Acker hinunter. Der Igel aber lief nur etwa drei Schritte, dann duckte er sich in die Furche hinein und blieb ruhig sitzen. Und als der Hase im vollen Lauf am Ziel unten am Acker ankam, rief ihm die Frau des Igels entgegen: &quot;Ich bin schon da!&quot; Der Hase war nicht wenig erstaunt, glaubte er doch nichts anderes, als dass er den Igel selbst vor sich hatte. Bekanntlich sieht die Frau Igel genauso aus wie ihr Mann. &quot;Das geht nicht mit rechten Dingen zu&quot;, rief er. &quot;Noch einmal gelaufen, in die andere Richtung!&quot; Und fort ging es wieder wie der Sturmwind, dass ihm die Ohren am Kopf flogen. Die Frau des Igels aber blieb ruhig an ihrem Platz sitzen, und als der Hase oben ankam, rief ihm der Herr Igel entgegen: &quot;Ich bin schon da!&quot; Der Hase war ganz außer sich vor Ärger und schrie: &quot;Noch einmal gelaufen, noch einmal herum!&quot;<br /><br /><br />&quot;Meinetwegen&quot;, gab der Igel zurück. &quot;Sooft du Lust hast.&quot; So lief der Hase dreiundneunzigmal, und der Igel hielt immer mit. Und jedes Mal, wenn der Hase oben oder unten am Ziel ankam, sagten der Igel oder seine Frau: &quot;Ich bin schon da.&quot;<br /><br /><br />Beim vierundneunzigsten Mal aber kam der Hase nicht mehr ans Ziel. Mitten auf dem Acker fiel er zu Boden. Er war viel zu erschöpft zum weiterlaufen. Der Igel aber nahm seinen gewonnenen Golddukaten und die Flasche Wein, holte seine Frau von ihrem Platz am Ende der Furche, und vergnügt gingen beide nach Hause. Der Hase aber hatte seine Lektion gelernt: Nie wieder unterschätzte er ein Tier, nur weil dieses ihm unterlegen schien.<br /><br />Gebrüder Grimm <br />



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    			<content:encoded><![CDATA[
<div style="text-align: center;"><img src="/images/kunde/osterhaselieb.gif" /><br /></div><br /><div style="text-align: center;">Der Hase und der Igel<br /></div> <br /><br />Es war an einem Sonntagmorgen im Herbst, gerade als der Buchweizen blühte. Die Sonne war am Himmel aufgegangen, und der Wind strich warm über die Stoppeln, die Lerchen sangen hoch in der Luft, und die Bienen summten im Buchweizen. Die Leute gingen in ihrem Sonntagsstaat zur Kirche, und alle Geschöpfe waren vergnügt, auch der Igel.<br /><br /><br />Er stand vor seiner Tür, hatte die Arme verschränkt, er guckte in den Morgenwind hinaus und trällerte ein kleines Liedchen vor sich hin, so gut und so schlecht wie am Sonntagmorgen ein Igel eben zu singen pflegt. Während er nun so vor sich hinsang, fiel ihm plötzlich ein, er könnte doch, während seine Frau die Kinder wusch und ankleidete, ein bisschen im Feld spazieren gehen und nachsehen, wie die Steckrüben standen. Die Steckrüben waren ganz nah bei seinem Haus, und er pflegte sie mit seiner Familie zu essen, darum sah er sie auch als die seinigen an.<br /><br /><br />Gedacht, getan. Er schloss die Haustür hinter sich und schlug den Weg zum Feld ein. Er war noch nicht sehr weit und wollte gerade um den Schlehenbusch herum, der vor dem Feld stand, als er den Hasen erblickte, der in ähnlichen Geschäften ausgegangen war, nämlich um seinen Kohl zu besehen. Als der Igel den Hasen sah, wünschte er ihm freundlich einen guten Morgen. Der Hase aber, der auf seine Weise ein vornehmer Herr war und grausam hochfahrend noch dazu, antwortete gar nicht auf des Igels Gruß, sondern sagte mit höhnischer Miene: &quot;Wie kommt es, dass du hier schon so am frühen Morgen im Feld herumläufst?&quot;<br /><br /><br />&quot;Ich gehe spazieren&quot;, sagte der Igel.<br /><br /><br />&quot;Spazieren?&quot; lachte der Hase. &quot;Du könntest deine Beine schon zu besseren Dingen gebrauchen.&quot;<br /><br /><br />Diese Antwort verdross den Igel sehr. Alles kann er vertragen, aber auf seine Beine lässt er nichts kommen, gerade weil sie von Natur aus krumm sind.<br /><br /><br />&quot;Du bildest dir wohl ein, du könntest mit deinen Beinen mehr ausrichten?&quot; sagte er.<br /><br />&quot;Das will ich meinen&quot;, sagte der Hase.<br /><br /><br />&quot;Nun, das kommt auf einen Versuch an&quot;, meinte der Igel. &quot;Ich wette, wenn wir um die Wette laufen, ich laufe schneller als du.&quot;<br /><br /><br />&quot;Du - mit deinen krummen Beinen?&quot; sagte der Hase. &quot;Das ist ja zum Lachen. Aber wenn du so große Lust hast - was gilt die Wette?&quot;<br /><br /><br />&quot;Einen Golddukaten und eine Flasche Wein&quot;, sagte der Igel.<br /><br /><br />&quot;Angenommen&quot;, sagte der Hase, &quot;schlag ein, und dann kann es gleich losgehen.&quot;<br /><br /><br />&quot;Nein, so große Eile hat es nicht&quot;, meinte der Igel, &quot;ich hab' noch gar nichts gegessen; erst will ich nach Hause gehen und ein bisschen was frühstücken. In einer Stunde bin ich wieder hier.&quot;<br /><br /><br />Damit ging er, und der Hase war es zufrieden. Unterwegs aber dachte der Igel bei sich: &quot;Der Hase verlässt sich auf seine langen Beine, aber ich will ihn schon kriegen. Er ist zwar ein vornehmer Herr, aber doch ein dummer Kerl, und das soll er bezahlen.&quot;<br /><br /><br />Als er nun nach Hause kam, sagte er zu seiner Frau: &quot;Frau, zieh dich rasch an, du musst mit mir ins Feld hinaus.&quot; &quot;Was gibt es denn so dringendes?&quot; fragte die Frau. &quot;Ich habe mit dem Hasen um einen Golddukaten und eine Flasche Wein gewettet, dass ich mit ihm um die Wette laufen will. Und da sollst du dabei sein.&quot; &quot;O mein Gott, Mann&quot;, begann die Frau loszuschreien, &quot;hast du denn ganz den Verstand verloren? Wie willst du mit dem Hasen um die Wette laufen?&quot; &quot;Halt den Mund, Frau&quot;, sagte der Igel, &quot;das ist meine Sache. Misch dich nicht in Männergeschäfte! Los, zieh dich an und komm mit!&quot;<br /><br /><br />Was sollte also die Frau des Igels tun? Sie musste gehorchen, ob sie wollte oder nicht. Als sie miteinander unterwegs waren, sprach der Igel zu seiner Frau:<br /><br /><br />&quot;Nun pass auf, was ich dir sage. Dort auf dem langen Acker will ich unseren Wettlauf machen. Der Hase läuft in einer Furche, und ich in der anderen, und dort oben fangen wir an. Du hast nun weiter nichts zu tun, als dass du dich hier unten in die Furche stellst, und wenn der Hase in seiner Furche daherkommt, so rufst du ihm entgegen: &quot;Ich bin schon da!&quot;<br /><br /><br />So kamen sie zu dem Acker, der Igel wies seiner Frau ihren Platz an und ging den Acker hinauf. Als er oben ankam, war der Hase schon da. &quot;Kann es losgehen?&quot; fragte er. &quot;Jawohl&quot;, erwiderte der Igel. &quot;Dann los.&quot; Damit stellte sich jeder in seine Furche. Der Hase zählte: &quot;Eins, zwei, drei&quot;, und los ging er wie ein Sturmwind den Acker hinunter. Der Igel aber lief nur etwa drei Schritte, dann duckte er sich in die Furche hinein und blieb ruhig sitzen. Und als der Hase im vollen Lauf am Ziel unten am Acker ankam, rief ihm die Frau des Igels entgegen: &quot;Ich bin schon da!&quot; Der Hase war nicht wenig erstaunt, glaubte er doch nichts anderes, als dass er den Igel selbst vor sich hatte. Bekanntlich sieht die Frau Igel genauso aus wie ihr Mann. &quot;Das geht nicht mit rechten Dingen zu&quot;, rief er. &quot;Noch einmal gelaufen, in die andere Richtung!&quot; Und fort ging es wieder wie der Sturmwind, dass ihm die Ohren am Kopf flogen. Die Frau des Igels aber blieb ruhig an ihrem Platz sitzen, und als der Hase oben ankam, rief ihm der Herr Igel entgegen: &quot;Ich bin schon da!&quot; Der Hase war ganz außer sich vor Ärger und schrie: &quot;Noch einmal gelaufen, noch einmal herum!&quot;<br /><br /><br />&quot;Meinetwegen&quot;, gab der Igel zurück. &quot;Sooft du Lust hast.&quot; So lief der Hase dreiundneunzigmal, und der Igel hielt immer mit. Und jedes Mal, wenn der Hase oben oder unten am Ziel ankam, sagten der Igel oder seine Frau: &quot;Ich bin schon da.&quot;<br /><br /><br />Beim vierundneunzigsten Mal aber kam der Hase nicht mehr ans Ziel. Mitten auf dem Acker fiel er zu Boden. Er war viel zu erschöpft zum weiterlaufen. Der Igel aber nahm seinen gewonnenen Golddukaten und die Flasche Wein, holte seine Frau von ihrem Platz am Ende der Furche, und vergnügt gingen beide nach Hause. Der Hase aber hatte seine Lektion gelernt: Nie wieder unterschätzte er ein Tier, nur weil dieses ihm unterlegen schien.<br /><br />Gebrüder Grimm <br />



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    			<dc:publisher>Celine Rosenkind</dc:publisher>
    			<dc:creator>Celine Rosenkind</dc:creator>
    			<dc:subject>Einst schrieb....</dc:subject>
    			<dc:rights>Copyright &#169; 2012 Celine Rosenkind</dc:rights>
    			<dc:date>2012-04-06T14:36:00+01:00</dc:date>
  			</item>
			<item rdf:about="http://www.buchwussels-maerchenwelt.de/index.php?id=26">
    			<title>Mein Banner zum verlinken</title> 
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    			<description><![CDATA[
<div style="text-align: center;"><img src="/images/kunde/banner/Buchw_Banner60.gif" /><br /></div><br /><br />


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<div style="text-align: center;"><img src="/images/kunde/banner/Buchw_Banner60.gif" /><br /></div><br /><br />


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    			<dc:publisher>Celine Rosenkind</dc:publisher>
    			<dc:creator>Celine Rosenkind</dc:creator>
    			<dc:subject>min Banner zum Mitnehmen</dc:subject>
    			<dc:rights>Copyright &#169; 2012 Celine Rosenkind</dc:rights>
    			<dc:date>2012-03-29T16:34:00+01:00</dc:date>
  			</item>
			<item rdf:about="http://www.buchwussels-maerchenwelt.de/index.php?id=25">
    			<title>Der verliebte Osterhase</title> 
    			<link>http://www.buchwussels-maerchenwelt.de/index.php?id=25</link>
    			<description><![CDATA[<div style="text-align: center;"><img src="/images/kunde/Geschichte_Maerchen/hasen015.gif" /><br /><br /><div style="text-align: left;">Der verliebte Osterhase<br />ein Märchen von Celine Rosenkind<br /><br /><br />Der junge Osterhase musste dieses Jahr seinem Vater kräftig zur Hand gehen.<br />Mutter hatte genug mit den Kleinen zu tun und er, als ältester Sohn, sollte einmal den Betrieb übernehmen.<br />Nur Lust hatte er gar keine.<br />Er
 hoppelte durch den Wald und sah sich mal an, was dieses Jahr so alles 
an netten Weibchen vertreten war. Er sah viele hübsche Häschen, aber er 
wollte eine besondere Braut.<br />Die Schmetterlinge im Bauch waren noch bei keiner Häsin aufgetaucht.<br />Eines
 Tages, die Schneeglöckchen hatten gerade ihre Nase durch die Erde 
gesteckt, kam eine alte Bekannte zu Besuch. Sie war in Begleitung ihrer 
wunderschönen Tochter Babsi. <br />Schüchtern sahen die beiden sich an, als sie sich vorgestellt wurden.<br />In gleichen Moment, als sie den Mut hatten, sich endlich in die Augen zu schauen, da passierte es.<br />Ihm, Stubsi, wurde schwindelig und sie, Babsi, wurde rot vor Verlegenheit.<br />Da waren plötzlich diese Schmetterlinge und dieses Ohrensausen. Er mochte den Blick gar nicht mehr von der Hasendame lassen.<br />Er hatte sich über beide Hasenohren verliebt und ihr ging es genauso.<br /><br /><div style="text-align: center;"><img src="/images/kunde/Geschichte_Maerchen/hasen014.gif" /><br /></div><br />Mit Erlaubnis der Eltern hoppelten sie an diesem ersten Nachmittag gemeinsam durch den Wald.<br />Er zeigte Ihr die Gegend und warnte sie vor dem Fuchs und den Hunden.<br />Sie
 himmelte ihn aus blauen Augen an. Oft blieben sie stehen, um ihre 
kleinen Lauscher aneinander zu schmiegen oder ihre Nasen aneinander zu 
reiben. Sie erzählten sich von ihren Träumen und er sagte stolz:<br />&quot;Ich werde einmal meines Vaters Nachfolger sein. Ein richtig lieber Osterhase.&quot;<br />Babsi schaute ihn fragend an. &quot;Und wie ist das mit einer Familie und vielen Kindern?&quot;,<br />fragte sie leise. &quot;Ja, dazu muss ich erst einmal die passende Frau finden.&quot;<br />Fleißig und tüchtig müsse sie sein und treu, erklärte er ihr und schaute erwartungsvoll in ihre wunderschönen Hasenaugen.<br />&quot;Hast du denn schon eine in Aussicht&quot;,<br />fragte
 sie ihn schüchtern. Er schmunzelte vor sich hin und meinte: &quot;Ja sicher,
 nur sie weiß es noch nicht.&quot; „Ach,“ seufzte Babsi, „wenn ich nur nicht 
schon verlobt wäre, ja dann.........“<br />Damit hatte Stubsi nicht gerechnet und es war, als würde man ihm den Boden unter den Füßen wegziehen.<br />Schon waren alle Träume vorbei und dabei hatte es hatte doch so schön angefangen.<br />Wie sollte es denn nun weitergehen?<br />Traurig senkte Stubsi seinen Blick.<br />Plötzlich
 schien die Sonne gar nicht mehr so schön und die Welt war wieder ein 
bisschen dunkler geworden. Ach, wenn er Ihr doch sagen könnte, wie ihm 
zumute war. Aber typisch Weibchen, dachte er, erst schmusen und flirten.
 um dann mit der fürchterlichen Wahrheit heraus zu rücken. Zerknirscht 
hoppelte Stubsi stumm neben Babsi nach Hause.<br />Als sie zur Höhle herein kamen, sahen die Erwachsenen die Beiden erwartungsvoll an.<br />Stubsi schaute traurig nach unten und Babsi errötete leicht.<br />Die
 Erwachsenen wussten sofort, was los war, hatten sie es doch im Stillen 
gehofft, dass eines Tages ihre Familien zusammenwachsen würden.<br /><br />Babsi hoppelte zur Mutter und flüsterte ihr etwas in die Löffel&quot;.<br />So nennt man beim Hasen die Ohren, wisst ihr das eigentlich?<br />&quot;Sohn“, sprach der Vater,&quot;komm mit mir nach draußen.“  Er als erfahrener Hasenvater wusste Bescheid.<br />Er
 kannte seinen Jungen. Traurig erzählte Stubsi, wie sehr er sich in 
Babsi verliebt hatte. Dass sie jedoch bereits verlobt war und überhaupt,
 wie traurig er sei.<br />&quot;Noch ist nicht aller Tage Abend&quot;, murmelte der Osterhase vor sich hin.<br />&quot;Du
 musst das nicht so eng sehen&quot;. Diese Verlobung wurde beschlossen als 
Babsi kaum zwei Monate alt war!  Nun ist sie groß und ihr Herz wird 
entscheiden müssen.“<br />Da war ja noch Hoffnung für Stubsi. Er ballte 
seine kleinen Pfoten und krempelte die Ärmel hoch. &quot;Die oder keine,&quot; 
sagte er, und ging zu Tante Adele, um sie um die Hand von Babsi zu 
bitten. Tante Adele sah die beiden jungen Hasen an:<br />&quot;Ihr wollt wirklich eine Familie gründen?&quot; fragte sie erstaunt.<br />&quot;Mein Einverständnis habt ihr, nur vorher muss Stubsi noch drei Aufgaben erfüllen&quot;!<br />Der alte Osterhase nickte bedächtig und gab Tante Adele recht.<br />Drei Aufgaben, so eine Art Reifeprüfung für das junge Paar.<br />Ob Stubsi diese drei Aufgaben erfüllen kann, was meint ihr? Welche Aufgaben werden das wohl sein?<br />Drei Aufgaben sollte er also erfüllen, unser Stubsi.<br />&quot;Was soll ich tun,&quot; fragte er und schaute seinen Vater erwartungsvoll an.<br />&quot;Ja nun mein Sohn, das wird nicht einfach werden,&quot; und dann erzählte er:<br />&quot;Als erste Aufgabe musst du den Eiermalwettbewerb gewinnen, damit du mein Nachfolger werden kannst.<br />Zwölf Kandidaten musst du also schlagen.<br />Als zweite Aufgabe musst du dem Hund Hasso von Förster Rehbein beweisen, dass du schneller und schlauer bist als er.<br />Die dritte Aufgabe hat es in sich.<br />Du musst herausfinden, warum Opa Lampe seit Jahren ein geknicktes rechtes Ohr hat.<br />Das weiß keiner von uns, er behält es als sein Geheimnis.&quot;<br />Das waren also die drei Aufgaben.<br />“Na ja,” sagte sich Stubsi, so schlimm kann es schon nicht werden.<br />Er lief zur Babsi, gab ihr einen Kuss auf die Nasenspitze und hoppelte in den Wald.<br />Dort trommelte er all seine Freunde zusammen.<br />&quot;Wollt ihr mir helfen&quot;, fragte er, „dem Hund von Förster Rehbein mal einen Denkzettel zu verpassen?“<br />&quot;Oh,“ sagten die Hasen ganz leise, &quot;der ist aber sehr gefährlich.&quot;<br />Dann
 begannen sie untereinander zu flüstern und zu kichern. Stolz ging 
Stubsi zum Försterhaus und setzte sich provozie- rend vor Hasso auf die 
Hinterpfoten. &quot;Na Lust auf Kräfte messen,&quot; fragte Stubsi, &quot;mal so einen 
kleinen Wettlauf mit mir?&quot;<br />Er kicherte vor sich hin. Das brachte Hasso mächtig in Wut.<br />&quot;Du
 weißt wohl nicht, dass ich deinem Großvater das rechte Ohr beinahe 
abgebissen habe, sonst würdest du wohl kaum so mutig sein,&quot; knurrte er. 
Das war ja ein Volltreffer.<br />Die schwerste Aufgabe war gelöst.  Stubsi kannte nun das Geheimnis von Opa Lampe.<br />Er
 wippte so lange herausfordernd mit seinem Stummelschwanz bis Hasso sich
 von der Kette riss, um über den Gartenzaun zu springen.<br />Stubsi 
rannte, wie er noch nie gerannt war. Immer, wenn der Hund glaubte, ihn 
erwischt zu haben, tauchte ein freches Hasengesicht hinter dem nächsten 
Baum auf. Und so rannte Hasso und rannte, bis er erschöpft auf dem 
Waldboden umfiel. Er war so müde, dass er in einen Tiefschlaf fiel.<br />Als er erwachte, sah er um sich herum lauter kichernde Hasen sitzen.<br />Welcher davon war Stubsi?<br />&quot;Zweite Aufgabe gelöst, danke Jungs, ihr seid echte Freunde” sagte er und hoppelte erlöst und freudig davon.<br />&quot;Vater,&quot; rief er, ich habe schon zwei Aufgaben gelöst und er erzählte alles.<br />Sein Vater war mächtig stolz auf ihn, das könnt ihr euch wohl vorstellen.<br />Ja, nur der Opa Lampe war ein bisschen knatschig, weil sein Geheimnis jetzt gelüftet war.<br />Der
 Ostereier Malwettbewerb war für Stubsi ein Kinderspiel. Er war so 
verliebt, dass er die schönsten Einfälle und somit auch die buntesten 
Eier hatte.<br />Er wurde zum würdigen Nachfolger für seinen Vater erklärt.<br />Puh, alles geschafft.<br />Alle waren zufrieden und nun wurde das Hochzeitsfest vorbereitet.<br />Stubsi baute eine wunderschöne Höhle und der ganze Wald wurde zu einem riesigen Festzelt.<br />Andächtig lauschten alle Waldbewohner, während der Dompfaff sie traute.<br />Von diesem Moment an waren Babsi und Stubsi ein glückliches vereintes Paar.<br />Längst
 haben sie schon Nachwuchs, und wenn ihr dieses Jahr durch den Wald 
lauft, werdet ihr sie bestimmt treffen, die kleinen Hasen.<br />Also haltet die Augen auf , wenn ihr spazieren geht und vergesst nicht, mir Bescheid zu sagen.<br /><br /><div style="text-align: center;"><img src="/images/kunde/Geschichte_Maerchen/hasen038.gif" /><br /></div><br /><div style="text-align: left;">                                                        <br /></div></div></div>

]]></description>
    			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: center;"><img src="/images/kunde/Geschichte_Maerchen/hasen015.gif" /><br /><br /><div style="text-align: left;">Der verliebte Osterhase<br />ein Märchen von Celine Rosenkind<br /><br /><br />Der junge Osterhase musste dieses Jahr seinem Vater kräftig zur Hand gehen.<br />Mutter hatte genug mit den Kleinen zu tun und er, als ältester Sohn, sollte einmal den Betrieb übernehmen.<br />Nur Lust hatte er gar keine.<br />Er
 hoppelte durch den Wald und sah sich mal an, was dieses Jahr so alles 
an netten Weibchen vertreten war. Er sah viele hübsche Häschen, aber er 
wollte eine besondere Braut.<br />Die Schmetterlinge im Bauch waren noch bei keiner Häsin aufgetaucht.<br />Eines
 Tages, die Schneeglöckchen hatten gerade ihre Nase durch die Erde 
gesteckt, kam eine alte Bekannte zu Besuch. Sie war in Begleitung ihrer 
wunderschönen Tochter Babsi. <br />Schüchtern sahen die beiden sich an, als sie sich vorgestellt wurden.<br />In gleichen Moment, als sie den Mut hatten, sich endlich in die Augen zu schauen, da passierte es.<br />Ihm, Stubsi, wurde schwindelig und sie, Babsi, wurde rot vor Verlegenheit.<br />Da waren plötzlich diese Schmetterlinge und dieses Ohrensausen. Er mochte den Blick gar nicht mehr von der Hasendame lassen.<br />Er hatte sich über beide Hasenohren verliebt und ihr ging es genauso.<br /><br /><div style="text-align: center;"><img src="/images/kunde/Geschichte_Maerchen/hasen014.gif" /><br /></div><br />Mit Erlaubnis der Eltern hoppelten sie an diesem ersten Nachmittag gemeinsam durch den Wald.<br />Er zeigte Ihr die Gegend und warnte sie vor dem Fuchs und den Hunden.<br />Sie
 himmelte ihn aus blauen Augen an. Oft blieben sie stehen, um ihre 
kleinen Lauscher aneinander zu schmiegen oder ihre Nasen aneinander zu 
reiben. Sie erzählten sich von ihren Träumen und er sagte stolz:<br />&quot;Ich werde einmal meines Vaters Nachfolger sein. Ein richtig lieber Osterhase.&quot;<br />Babsi schaute ihn fragend an. &quot;Und wie ist das mit einer Familie und vielen Kindern?&quot;,<br />fragte sie leise. &quot;Ja, dazu muss ich erst einmal die passende Frau finden.&quot;<br />Fleißig und tüchtig müsse sie sein und treu, erklärte er ihr und schaute erwartungsvoll in ihre wunderschönen Hasenaugen.<br />&quot;Hast du denn schon eine in Aussicht&quot;,<br />fragte
 sie ihn schüchtern. Er schmunzelte vor sich hin und meinte: &quot;Ja sicher,
 nur sie weiß es noch nicht.&quot; „Ach,“ seufzte Babsi, „wenn ich nur nicht 
schon verlobt wäre, ja dann.........“<br />Damit hatte Stubsi nicht gerechnet und es war, als würde man ihm den Boden unter den Füßen wegziehen.<br />Schon waren alle Träume vorbei und dabei hatte es hatte doch so schön angefangen.<br />Wie sollte es denn nun weitergehen?<br />Traurig senkte Stubsi seinen Blick.<br />Plötzlich
 schien die Sonne gar nicht mehr so schön und die Welt war wieder ein 
bisschen dunkler geworden. Ach, wenn er Ihr doch sagen könnte, wie ihm 
zumute war. Aber typisch Weibchen, dachte er, erst schmusen und flirten.
 um dann mit der fürchterlichen Wahrheit heraus zu rücken. Zerknirscht 
hoppelte Stubsi stumm neben Babsi nach Hause.<br />Als sie zur Höhle herein kamen, sahen die Erwachsenen die Beiden erwartungsvoll an.<br />Stubsi schaute traurig nach unten und Babsi errötete leicht.<br />Die
 Erwachsenen wussten sofort, was los war, hatten sie es doch im Stillen 
gehofft, dass eines Tages ihre Familien zusammenwachsen würden.<br /><br />Babsi hoppelte zur Mutter und flüsterte ihr etwas in die Löffel&quot;.<br />So nennt man beim Hasen die Ohren, wisst ihr das eigentlich?<br />&quot;Sohn“, sprach der Vater,&quot;komm mit mir nach draußen.“  Er als erfahrener Hasenvater wusste Bescheid.<br />Er
 kannte seinen Jungen. Traurig erzählte Stubsi, wie sehr er sich in 
Babsi verliebt hatte. Dass sie jedoch bereits verlobt war und überhaupt,
 wie traurig er sei.<br />&quot;Noch ist nicht aller Tage Abend&quot;, murmelte der Osterhase vor sich hin.<br />&quot;Du
 musst das nicht so eng sehen&quot;. Diese Verlobung wurde beschlossen als 
Babsi kaum zwei Monate alt war!  Nun ist sie groß und ihr Herz wird 
entscheiden müssen.“<br />Da war ja noch Hoffnung für Stubsi. Er ballte 
seine kleinen Pfoten und krempelte die Ärmel hoch. &quot;Die oder keine,&quot; 
sagte er, und ging zu Tante Adele, um sie um die Hand von Babsi zu 
bitten. Tante Adele sah die beiden jungen Hasen an:<br />&quot;Ihr wollt wirklich eine Familie gründen?&quot; fragte sie erstaunt.<br />&quot;Mein Einverständnis habt ihr, nur vorher muss Stubsi noch drei Aufgaben erfüllen&quot;!<br />Der alte Osterhase nickte bedächtig und gab Tante Adele recht.<br />Drei Aufgaben, so eine Art Reifeprüfung für das junge Paar.<br />Ob Stubsi diese drei Aufgaben erfüllen kann, was meint ihr? Welche Aufgaben werden das wohl sein?<br />Drei Aufgaben sollte er also erfüllen, unser Stubsi.<br />&quot;Was soll ich tun,&quot; fragte er und schaute seinen Vater erwartungsvoll an.<br />&quot;Ja nun mein Sohn, das wird nicht einfach werden,&quot; und dann erzählte er:<br />&quot;Als erste Aufgabe musst du den Eiermalwettbewerb gewinnen, damit du mein Nachfolger werden kannst.<br />Zwölf Kandidaten musst du also schlagen.<br />Als zweite Aufgabe musst du dem Hund Hasso von Förster Rehbein beweisen, dass du schneller und schlauer bist als er.<br />Die dritte Aufgabe hat es in sich.<br />Du musst herausfinden, warum Opa Lampe seit Jahren ein geknicktes rechtes Ohr hat.<br />Das weiß keiner von uns, er behält es als sein Geheimnis.&quot;<br />Das waren also die drei Aufgaben.<br />“Na ja,” sagte sich Stubsi, so schlimm kann es schon nicht werden.<br />Er lief zur Babsi, gab ihr einen Kuss auf die Nasenspitze und hoppelte in den Wald.<br />Dort trommelte er all seine Freunde zusammen.<br />&quot;Wollt ihr mir helfen&quot;, fragte er, „dem Hund von Förster Rehbein mal einen Denkzettel zu verpassen?“<br />&quot;Oh,“ sagten die Hasen ganz leise, &quot;der ist aber sehr gefährlich.&quot;<br />Dann
 begannen sie untereinander zu flüstern und zu kichern. Stolz ging 
Stubsi zum Försterhaus und setzte sich provozie- rend vor Hasso auf die 
Hinterpfoten. &quot;Na Lust auf Kräfte messen,&quot; fragte Stubsi, &quot;mal so einen 
kleinen Wettlauf mit mir?&quot;<br />Er kicherte vor sich hin. Das brachte Hasso mächtig in Wut.<br />&quot;Du
 weißt wohl nicht, dass ich deinem Großvater das rechte Ohr beinahe 
abgebissen habe, sonst würdest du wohl kaum so mutig sein,&quot; knurrte er. 
Das war ja ein Volltreffer.<br />Die schwerste Aufgabe war gelöst.  Stubsi kannte nun das Geheimnis von Opa Lampe.<br />Er
 wippte so lange herausfordernd mit seinem Stummelschwanz bis Hasso sich
 von der Kette riss, um über den Gartenzaun zu springen.<br />Stubsi 
rannte, wie er noch nie gerannt war. Immer, wenn der Hund glaubte, ihn 
erwischt zu haben, tauchte ein freches Hasengesicht hinter dem nächsten 
Baum auf. Und so rannte Hasso und rannte, bis er erschöpft auf dem 
Waldboden umfiel. Er war so müde, dass er in einen Tiefschlaf fiel.<br />Als er erwachte, sah er um sich herum lauter kichernde Hasen sitzen.<br />Welcher davon war Stubsi?<br />&quot;Zweite Aufgabe gelöst, danke Jungs, ihr seid echte Freunde” sagte er und hoppelte erlöst und freudig davon.<br />&quot;Vater,&quot; rief er, ich habe schon zwei Aufgaben gelöst und er erzählte alles.<br />Sein Vater war mächtig stolz auf ihn, das könnt ihr euch wohl vorstellen.<br />Ja, nur der Opa Lampe war ein bisschen knatschig, weil sein Geheimnis jetzt gelüftet war.<br />Der
 Ostereier Malwettbewerb war für Stubsi ein Kinderspiel. Er war so 
verliebt, dass er die schönsten Einfälle und somit auch die buntesten 
Eier hatte.<br />Er wurde zum würdigen Nachfolger für seinen Vater erklärt.<br />Puh, alles geschafft.<br />Alle waren zufrieden und nun wurde das Hochzeitsfest vorbereitet.<br />Stubsi baute eine wunderschöne Höhle und der ganze Wald wurde zu einem riesigen Festzelt.<br />Andächtig lauschten alle Waldbewohner, während der Dompfaff sie traute.<br />Von diesem Moment an waren Babsi und Stubsi ein glückliches vereintes Paar.<br />Längst
 haben sie schon Nachwuchs, und wenn ihr dieses Jahr durch den Wald 
lauft, werdet ihr sie bestimmt treffen, die kleinen Hasen.<br />Also haltet die Augen auf , wenn ihr spazieren geht und vergesst nicht, mir Bescheid zu sagen.<br /><br /><div style="text-align: center;"><img src="/images/kunde/Geschichte_Maerchen/hasen038.gif" /><br /></div><br /><div style="text-align: left;">                                                        <br /></div></div></div>

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    			<dc:publisher>Celine Rosenkind</dc:publisher>
    			<dc:creator>Celine Rosenkind</dc:creator>
    			<dc:subject>Ostern</dc:subject>
    			<dc:rights>Copyright &#169; 2012 Celine Rosenkind</dc:rights>
    			<dc:date>2012-03-29T15:31:19+01:00</dc:date>
  			</item>
			<item rdf:about="http://www.buchwussels-maerchenwelt.de/index.php?id=24">
    			<title>Was ist das</title> 
    			<link>http://www.buchwussels-maerchenwelt.de/index.php?id=24</link>
    			<description><![CDATA[
<div style="text-align: center;"><img src="/images/kunde/Geschichte_Maerchen/Marienk_fer.jpg" /><br /><br />Wer bin ich?<br /><br />Leuchtend rote Flügel,<br />kleiner sanfter Hügel,<br />sieben Punkte drauf!<br />Wer löst das Rätsel auf?<br /><br />Glänzend schwarz das Köpfchen,<br />Augen, wie zwei Knöpfchen,<br />dunkel niedlich und klein!<br />Wer mag das wohl sein?<br /><br />Sechs kleine Krabbelbeine<br />bin nicht gern alleine<br />doch jedes Menschen Freund!<br />Na, wer ist gemeint?<br /><br />Oh du süßer Käfer,<br />fleißig bist kein Schläfer!<br />Bist so weit gereist,<br />nun sag mir wie du heißt....<br /><br />© Celine Rosenkind<br /><br />

</div>
]]></description>
    			<content:encoded><![CDATA[
<div style="text-align: center;"><img src="/images/kunde/Geschichte_Maerchen/Marienk_fer.jpg" /><br /><br />Wer bin ich?<br /><br />Leuchtend rote Flügel,<br />kleiner sanfter Hügel,<br />sieben Punkte drauf!<br />Wer löst das Rätsel auf?<br /><br />Glänzend schwarz das Köpfchen,<br />Augen, wie zwei Knöpfchen,<br />dunkel niedlich und klein!<br />Wer mag das wohl sein?<br /><br />Sechs kleine Krabbelbeine<br />bin nicht gern alleine<br />doch jedes Menschen Freund!<br />Na, wer ist gemeint?<br /><br />Oh du süßer Käfer,<br />fleißig bist kein Schläfer!<br />Bist so weit gereist,<br />nun sag mir wie du heißt....<br /><br />© Celine Rosenkind<br /><br />

</div>
]]></content:encoded>
    			<dc:publisher>Celine Rosenkind</dc:publisher>
    			<dc:creator>Celine Rosenkind</dc:creator>
    			<dc:subject>Natur und Umweltgeschichten</dc:subject>
    			<dc:rights>Copyright &#169; 2011 Celine Rosenkind</dc:rights>
    			<dc:date>2011-05-22T17:42:00+01:00</dc:date>
  			</item>
			<item rdf:about="http://www.buchwussels-maerchenwelt.de/index.php?id=23">
    			<title>Das beleidigte Pausenbrot</title> 
    			<link>http://www.buchwussels-maerchenwelt.de/index.php?id=23</link>
    			<description><![CDATA[Das beleidigte Pausenbrot<br />Paul war begeistert von seinem bunten Schulranzen.<br />Wie sehr hatte er sich genau diesen, zu seiner Einschulung gewünscht.<br />Immer wieder packte er ihn aus und ein.<br />Die herrlich gefüllte Federmappe mit all den bunten Stiften,hatte es ihm<br />besonders angetan. Wäre da nicht diese gelbe kleine Dose gewesen……<br />Darin solle er nun jeden Tag sein Frühstück mitnehmen, so hatte Mutter<br />es ihm erklärt.<br />Eine Brotdose also war das hässliche kleine Ding.<br />Hatte denn Mutter ganz vergessen, dass direkt neben der Schule dieser kleine<br />bunte Kiosk stand? Hier konnte man sich die herrlichsten Naschereien kaufen.<br />Wozu da noch Pausenbrot mitnehmen, murmelte er vor sich hin.<br />Lustlos sah er zu, wie Mutter ihm seine Lieblingswurst auf das Schulbrot strich.<br />Sie packte noch eine halbe frische Paprikaschote ein, und nickte zufrieden mit dem Kopf.<br />Wenn die wüsste, dachte Paul, setze sich seinen Ranzen auf den Rücken und machte sich<br />auf den Schulweg.<br />Als er sich dem kleinen Kiosk näherte, sah er eine Schlange Gleichgesinnter geduldig warten.<br />Wie gut, dass er sein Sparschwein erleichtert hatte, dachte er und stellte sich hinten an.<br />Was da alles über die Theke ging. Esspapier, Kaugummi, Cola und Kindermilchschnitten.<br />Soweit er es überschauen konnte, Leckereien ohne Ende.<br />Endlich war er an der Reihe und es fiel ihm schwer sich zu entscheiden.<br />Krampfhaft hielt er seine 2 Euro in der Hand, als die alte Dame ihn lächelnd fragte,<br />ob er denn kein Pausenbrot mitbekommen habe. „Oh, nein“, stotterte Paul und wurde puterrot,<br />denn das Lügen war er eigentlich nicht gewohnt.<br />All die herrlichen Dinge, die er für sein Geld bekam, ließen ihn schnell sein schlechtes Gewissen vergessen.<br />Als die Schulglocke zur Pause rief, lernte er recht schnell, wie man sein Schulbrot entsorgte!<br />Oh je, wie sah der Schulhof nach der großen Pause aus.<br />Da lagen sie im Sand, achtlos weggeworfen, die angebissenen Butterbrote.<br />Als der Mond durch die Wolken lugte, hörte er ein jämmerliches Weinen. Mitten auf dem<br />Schulhof lag, eines jener angeknabberten Pausenbrote, das ein Kind achtlos weggeworfen hatte. Der Hausmeister musste es wohl beim Reinigen des Hofes vergessen haben.<br />„So eine große Gemeinheit“, schimpfte es, „ bin ich etwa nicht gut genug?“<br />Dann stand es entschlossen auf und lief davon. Es rannte durch die Straßen der kleinen Stadt,<br />bis es zu einem Bäckerladen kam.<br />Dort schlüpfte es durch ein offenes Fenster in die Backstube, wo die geformten Brötchen und Brote darauf warteten, in den Backofen geschoben zu werden.<br />„Wozu wollt ihr euch backen lassen?“ Soll es euch auch so ergehen wie mir und meinen Freunden? Achtlos werfen die Kinder uns auf dem Schulhof in den Staub!“<br />Als die Brote das hörten, liefen sie allesamt aus dem Bäckerladen.<br />Am nächsten Morgen gab es in der ganzen Stadt kein Brot, und auch am nächsten und übernächsten Tag nicht. Die unfertigen Brötchen und Brote liefen den Bäckern immer wieder<br />vom Backblech davon – und keiner wusste, wohin.<br />Nun wurden die Menschen sehr nachdenklich, sie vermissten das Brot so sehr und dachten darüber nach, wie sorglos sie bisher damit umgegangen waren.<br />Die morgendliche Warteschlange vor dem kleinen Kiosk war mittlerweile verschwunden.<br />„Ach“, seufzten die Kinder, „wäre das schön, jetzt ein deftiges Pausenbrot in der Brotdose zu haben!“<br />Nach ungefähr einer Woche hörten die Brote auf, wegzulaufen, sie ließen sich wieder backen<br />wie zuvor.<br />Von nun an wurde kein Pausenbrot mehr auf dem Schulhof gefunden.<br />Wenn ein Kind ein Stückchen Brot wegwerfen wollte, brauchte nur einer zu sagen:<br />Denk zurück an die brotlose Zeit. Soll es uns noch einmal so ergehen wie damals?“<br />Die Erinnerung daran hat sofort ihre Wirkung gezeigt.<br /><br />Auch Kioskbesitzerin stellte ihr Verkaufsprogramm total um.<br />Hier gab es nur noch Brötchen und frisches Obst zu kaufen, Milch und im Sommer natürlich Eis für den Nachhauseweg.<br /><br />Urheberrecht Celine Rosenkind<br /><br /><br /><br />

]]></description>
    			<content:encoded><![CDATA[Das beleidigte Pausenbrot<br />Paul war begeistert von seinem bunten Schulranzen.<br />Wie sehr hatte er sich genau diesen, zu seiner Einschulung gewünscht.<br />Immer wieder packte er ihn aus und ein.<br />Die herrlich gefüllte Federmappe mit all den bunten Stiften,hatte es ihm<br />besonders angetan. Wäre da nicht diese gelbe kleine Dose gewesen……<br />Darin solle er nun jeden Tag sein Frühstück mitnehmen, so hatte Mutter<br />es ihm erklärt.<br />Eine Brotdose also war das hässliche kleine Ding.<br />Hatte denn Mutter ganz vergessen, dass direkt neben der Schule dieser kleine<br />bunte Kiosk stand? Hier konnte man sich die herrlichsten Naschereien kaufen.<br />Wozu da noch Pausenbrot mitnehmen, murmelte er vor sich hin.<br />Lustlos sah er zu, wie Mutter ihm seine Lieblingswurst auf das Schulbrot strich.<br />Sie packte noch eine halbe frische Paprikaschote ein, und nickte zufrieden mit dem Kopf.<br />Wenn die wüsste, dachte Paul, setze sich seinen Ranzen auf den Rücken und machte sich<br />auf den Schulweg.<br />Als er sich dem kleinen Kiosk näherte, sah er eine Schlange Gleichgesinnter geduldig warten.<br />Wie gut, dass er sein Sparschwein erleichtert hatte, dachte er und stellte sich hinten an.<br />Was da alles über die Theke ging. Esspapier, Kaugummi, Cola und Kindermilchschnitten.<br />Soweit er es überschauen konnte, Leckereien ohne Ende.<br />Endlich war er an der Reihe und es fiel ihm schwer sich zu entscheiden.<br />Krampfhaft hielt er seine 2 Euro in der Hand, als die alte Dame ihn lächelnd fragte,<br />ob er denn kein Pausenbrot mitbekommen habe. „Oh, nein“, stotterte Paul und wurde puterrot,<br />denn das Lügen war er eigentlich nicht gewohnt.<br />All die herrlichen Dinge, die er für sein Geld bekam, ließen ihn schnell sein schlechtes Gewissen vergessen.<br />Als die Schulglocke zur Pause rief, lernte er recht schnell, wie man sein Schulbrot entsorgte!<br />Oh je, wie sah der Schulhof nach der großen Pause aus.<br />Da lagen sie im Sand, achtlos weggeworfen, die angebissenen Butterbrote.<br />Als der Mond durch die Wolken lugte, hörte er ein jämmerliches Weinen. Mitten auf dem<br />Schulhof lag, eines jener angeknabberten Pausenbrote, das ein Kind achtlos weggeworfen hatte. Der Hausmeister musste es wohl beim Reinigen des Hofes vergessen haben.<br />„So eine große Gemeinheit“, schimpfte es, „ bin ich etwa nicht gut genug?“<br />Dann stand es entschlossen auf und lief davon. Es rannte durch die Straßen der kleinen Stadt,<br />bis es zu einem Bäckerladen kam.<br />Dort schlüpfte es durch ein offenes Fenster in die Backstube, wo die geformten Brötchen und Brote darauf warteten, in den Backofen geschoben zu werden.<br />„Wozu wollt ihr euch backen lassen?“ Soll es euch auch so ergehen wie mir und meinen Freunden? Achtlos werfen die Kinder uns auf dem Schulhof in den Staub!“<br />Als die Brote das hörten, liefen sie allesamt aus dem Bäckerladen.<br />Am nächsten Morgen gab es in der ganzen Stadt kein Brot, und auch am nächsten und übernächsten Tag nicht. Die unfertigen Brötchen und Brote liefen den Bäckern immer wieder<br />vom Backblech davon – und keiner wusste, wohin.<br />Nun wurden die Menschen sehr nachdenklich, sie vermissten das Brot so sehr und dachten darüber nach, wie sorglos sie bisher damit umgegangen waren.<br />Die morgendliche Warteschlange vor dem kleinen Kiosk war mittlerweile verschwunden.<br />„Ach“, seufzten die Kinder, „wäre das schön, jetzt ein deftiges Pausenbrot in der Brotdose zu haben!“<br />Nach ungefähr einer Woche hörten die Brote auf, wegzulaufen, sie ließen sich wieder backen<br />wie zuvor.<br />Von nun an wurde kein Pausenbrot mehr auf dem Schulhof gefunden.<br />Wenn ein Kind ein Stückchen Brot wegwerfen wollte, brauchte nur einer zu sagen:<br />Denk zurück an die brotlose Zeit. Soll es uns noch einmal so ergehen wie damals?“<br />Die Erinnerung daran hat sofort ihre Wirkung gezeigt.<br /><br />Auch Kioskbesitzerin stellte ihr Verkaufsprogramm total um.<br />Hier gab es nur noch Brötchen und frisches Obst zu kaufen, Milch und im Sommer natürlich Eis für den Nachhauseweg.<br /><br />Urheberrecht Celine Rosenkind<br /><br /><br /><br />

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    			<dc:creator>Celine Rosenkind</dc:creator>
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    			<dc:rights>Copyright &#169; 2011 Celine Rosenkind</dc:rights>
    			<dc:date>2011-05-22T17:35:44+01:00</dc:date>
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